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Stadtteilforen in Flensburg : Mit vereinten Kräften für Tarup

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Stadtteilforen in Flensburg: Teil 1 der Serie stellt die neue Interessengemeinschaft für Flensburgs dörfliches Zentrum im Osten vor.

Flensburg | In allen Stadtteilen gibt es mittlerweile Bürgerforen, die sich um die speziellen Belange und Themen des jeweilen Viertels kümmern. Sie müssen von der Stadtverwaltung bei Planungen, die den Stadtteil betreffen, einbezogen und gehört werden. Doch wer ist in den Foren aktiv? Wir stellen alle elf Foren in einer Serie vor.

Beim Griechen fing alles an. Da trafen sich in den letzten Jahren immer zehn bis 15 Taruper, um über Gott und die Welt, speziell jedoch ihren Stadtteil zu sprechen. „Da haben wir irgendwann gemerkt, dass wir oft gar nicht mitbekommen, was im Rathaus besprochen wird und welche Bedeutung das für Tarup haben könnte“, sagte Sybille Störtenbecker. „Hier wird zum Teil über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden“, sagt sie. Jemand wusste, dass es in anderen Stadtteilen Bürgerforen gibt, die sich um die Belange des jeweiligen Stadtteils und der Bürger dort kümmern. Da war der Weg nicht mehr weit bis zur Gründung eines eigenen Forums für Tarup.

Sybille Störtenbecker, die 1. Vorsitzende des Forums, wohnt im Bäckerweg, „im ersten Haus, das hier 1951 gebaut wurde“, sagt sie. Der Bäckerweg – das ist das alte Tarup nördlich der Hauptstraße, wo Tarup zwar nicht mehr dörflich, aber irgendwie kleinstädtisch und anheimelnd wirkt. „Hier sagt man noch ’moin’, wenn man sich auf der Straße begegnet.“ Taruper bleiben gern in ihrem Stadtteil, sagt die gelernte Industriekauffrau: „Die Kinder der Leute, die im alten Tarup aufgewachsen sind, bauen später im neuen Tarup, also südlich der Hauptstraße, rund um die Kreuzlücke.“

Doch was treibt die Taruper um, wo sehen sie Probleme in ihrem Stadtteil, was erwarten und erhoffen sie sich von der Stadtverwaltung? Axel Dobrick, Mitglied im Vorstand, nennt das Thema „Einzelhandelskonzept“. Seit Jahren vermissen die Bürger hier einen Einkaufsmarkt. Der sei vor allem für die älteren Bewohner, die nicht mehr ganz so mobil sind, von großer Bedeutung. Die nächsten Läden sind in Engelsby oder am Hafermarkt.

Ein weiteres Thema ist die Busanbindung. Als ehemalige Landgemeinde wird Tarup von der Autokraft bedient, zum Teil als Zwischenstopp auf Fahrten zu Zielen in Angeln. Damit ist Tarup nur zum Teil ins eigentliche Flensburger Busnetz integriert. Besonders an den Randzeiten abends und am Wochenende sei es ganz schwierig, beklagt Sybille Störtenbecker. Ganz wichtig sei dieses Thema im Neubaugebiet Hochfeld, das zu Tarup gehört.

Ohne Information kommt kein Forum in Gang – darum wurde an der Taruper Hauptstraße ganz in der Nähe des Tante-Emma-Ladens, der heute eine Art Treffpunkt geworden ist, ein klassischer Schaukasten aufgestellt, in dem das Forum über aktuelle Angelegenheiten und Termine informiert. Regelmäßige Treffen sind an jedem ersten Dienstag im Monat, entweder beim Griechen oder bei der Freiwilligen Feuerwehr am Tastruper Weg.

Als Erfolg wertet Sybille Störtenbecker zudem, dass man jetzt regelmäßig vom Rathaus per Mail über alle Angelegenheiten informiert werde, die den Stadtteil betreffen.

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erstellt am 07.Apr.2015 | 14:00 Uhr

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