zur Navigation springen

Glücksburg : Mit Schaufel und Hacke in der Geschichte gebuddelt

vom

Dänische Schüler erleben Unterrichtsstunde auf dem Dolmenpfad.

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2013 | 07:38 Uhr

Glücksburg | Laub harken, Unkraut ziehen, Sämlinge ausreißen - die Gräber und Grabhügel sollen erlebbar bleiben für die Nachwelt. Das wollen der Verein "Schönes Glücksburg" und Dietrich Waldow Kindern vermitteln. 15 Mädchen und Jungen der Dänischen Schule Glücksburg erkundeten deshalb den "Dolmenpfad" im Friedeholz der Stadt.

Trockene Wissensvermittlung war dabei nicht vorgesehen. Während der Heimat-Werkkunde-Aktion betrieben die Fünft- und Sechstklässler auf ganz praktische Weise Grabpflege. Für zwei Stunden begleiteten sie Dietrich Waldow auf dem etwa fünf Kilometer langen Weg, der entlang Grabstätten aus der Jungsteinzeit und Bronzezeit führt. Es war wie eine Zeitreise in die Vergangenheit unserer Vorfahren, die vor 3000 bis 5000 Jahren lebten, sagte Viri Müller-Cyran vom Verein "Schönes Glücksburg".

Die 15 Schulkinder aus dem Werkkundeunterricht von Ragnar von Winterfeld arbeiteten unter Anleitung von Dietrich Waldow an den Gräbern mit der Nummer 3 und 4. Waldow informierte sie während sie sich an die Arbeit machten über die Steinzeit, erklärte ihnen die Elfenwiese, das Toteisloch und das Hochmoor.

Auch der Findling mit Gletscherschliff in der Nachbarschaft wurde besichtigt und bei einer "Gräbersuche" wurde es richtig spannend. Dietrich Waldow, der ein Experte für den Glücksburger Dolmenpfad ist, beließ es jedoch nicht bei der Grab- und Heimatkunde. Er machte die Schüler nebenbei auch auf Spuren, die auf das Verhalten des Rehwildes hinweisen, aufmerksam und erklärte sie ihnen genauer.

Der Verein hatte für den Ausflug den Taxi-Transport organisiert, die nötige Wegzehrung und Gummibärchen besorgt. "Es war ein gelungenes Experiment", sagte am Ende Müller-Cyran. Die Kinder wollen das Erlebnis nun in Form von Gedichten, kleinen Beschreibungen oder Zeichnungen festhalten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen