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Auguste-Viktoria-Schule : Mit Kreativität für den Umweltschutz

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Schülerfirma der Auguste-Viktoria-Schule in Flensburg verfolgt einen nachhaltigen Ansatz und entwirft handgefertigte Produkte selbst.

shz.de von
erstellt am 18.Dez.2015 | 14:30 Uhr

Flensburg | Wenn Schüler eine Firma gründen, ist das immer etwas ganz Besonderes und bei weitem nicht alltäglich. Wenn diese Firma dazu noch erfolgreich ist in dem was sie tut, ist dies umso bemerkenswerter.

Elf junge Menschen, die an der Auguste-Viktoria-Schule gerade dem Abitur entgegenstreben, ist genau dieses Vorhaben geglückt. Mit Hilfe der IW Junior gGMBH und ihren Junioren-Programmen, die Starthilfe bei der Gründung von Schülerfirmen leisten, ist es der Gruppe von Schülern gelungen, ihr ganz eigenes Unternehmen zu gründen und zu betreiben – jedenfalls fast, denn sie bekommen Hilfe einer Lehrerin der AVS und eines sogenannten Wirtschaftspaten, die den Jugendlichen bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

„Das Programm, an dem wir teilnehmen, heißt „junior-expert“ und richtet sich an Schüler ab der neunten Klasse, die auf freiwilliger Basis, Teil einer Schülerfirma sein möchten“, berichtet Jan Christoph Aue, der die Rolle des Marketing- und Vertriebsleiters bei „nyweert“, so der Name der Schülerfirma, übernimmt.

Geschäftsidee von „nyweert“ ist das sogenannte „upcyclen“, also die umweltschonenden Aufbereitung von alltäglichen Gegenständen, wie zum Beispiel Jute-Beuteln oder Kulturtaschen.

„Die Kreativität, die wir oftmals im schulischen Alltag nicht ausleben können, fließt bei uns voll und ganz in die Herstellung unserer Produkte ein“, so Kaja Elisa Fink, die die Produktion bei „nyweert“ leitet. Zur Produktpalette der Firma, in der Schüler aus dem neunten, zehnten und elften Jahrgang der Schule mitwirken, gehören neben Jute-Beuteln und Kulturtaschen mit selbstgestalteten Motiven, auch Geschenkboxen. Das Startkapital, das für die Unternehmensgründung und den Einkauf der Rohstoffe benötigt wird, wird durch das Junior-Programm in Form von 90 Aktien à zehn Euro übernommen.

„Diese Aktien verkaufen wir zurzeit an die verschiedensten Menschen, die uns bei unserem Projekt unterstützen möchten“, so Jan Christoph Aue.

Unter anderem gehört sogar die Ministerin für Justiz, Kultur und Europa in Schleswig-Holstein, Anke Spoorendonk mittlerweile zu den der Gruppe von Kunden und Aktionären der Firma.

Da die Schülerfirma im Rahmen des Junioren-Programms läuft und entstanden ist, ist die Dauer der Existenz auf lediglich ein Jahr beschränkt – denn, nur so lange läuft das Programm.

„Es gibt jedoch die Möglichkeit einer realen Unternehmensgründung im Anschluss. Damit haben wir uns jedoch noch nicht wirklich beschäftigt“, so Jan Christoph Aue.

Mittelfristiges Ziel von „nyweert“ ist es, den Absatzmarkt weiter zu vergrößern und möglichst viele Menschen mit den firmeneigenen Produkten auszustatten.

„Außerdem gibt es einen Landeswettbewerb, an dem alle Schülerfirmen, die an dem Junior-Programm in Schleswig-Holstein teilnehmen, die Chance haben, sich für den bundesweiten Wettbewerb zu qualifizieren. Dort winkt wiederum die Teilnahme am Europa-Wettbewerb“, erzählt Aue, der ebenso wie seine Kollegen und Kolleginnen erst einmal auf eine Teilnahme am Landeswettbewerb hofft, denn, „es werden nur die besten zehn Firmen des Bundeslandes von der Jury ausgewählt und eingeladen.“

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