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Glücksburg Quellental : Mit Glücksrittern auf Märchenreise

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Was Kinder aus Peking und Tarp gemeinsam im Glücksburger Forst lernen

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2017 | 12:20 Uhr

Diese Woche wird Glücksburg von Glücksrittern „gerettet“. Kinder aus der ADS-Kita in Tarp und Gastkinder mit ihren Eltern aus Peking begeben sich zusammen auf Märchenreise. Die kleinen Ritter sollen den Drachen von der bösen Hexe befreien. Das schaffen sie mit Hilfe der Elemente: Feuer, Wasser, Luft und Erde. Auch Holz und Metall gehören in der chinesischen Elementenlehre dazu.

Sylva Jürgensen, Leiterin des Glücksburger ADS-Schullandheims, hat das Kooperationsprojekt „Die Glücksritter“ ins Leben gerufen. „Wir legen Wert darauf, unsere Aktionen zusammen mit den Kindern zu erleben.“

Katrin Hansen, Leiterin des Kindergartens Tarp, ist positiv überrascht: „Die Kinder sind so begeistert. Sie freuen sich schon immer auf den nächsten Tag.“ Kinder, Erzieher und Pädagogen bilden einen Kreis. Zusammen singen sie und machen lustige Bewegungen. Das klappt trotz sprachlicher Differenzen. Zur Not gibt es aber noch Di Wang. Er arbeitet als Bildungsmanager für nachhaltige Kitas und ist Mitinitiator des Projekts. „Mein Schwerpunkt liegt auf dem Umgang mit Natur und Umwelt. Ich lerne auch selbst sehr viel dazu.“

Wang spricht Deutsch und Chinesisch, sodass er für die Kinder und seine Kollegen übersetzen kann. Viele der drei- bis fünfjährigen Chinesen sprechen auch Englisch. Ihren Eltern ist es wichtig, dass die Kinder bilingual aufwachsen. Im urbanen Peking leben die Kinder zwischen Autobahn und abgezäunten Parkarealen. In Glücksburg lernen sie zusammen mit den deutschen Kindern unbegrenzte Natur kennen.

Nach einigen Aufwärmübungen werden die Kleinen von Sylva Jürgensen und ihren Kollegen in den „Urwald“ gegenüber des Schullandheims geschickt. In Zweierreihen laufen die Kinder über Stock und Stein– stets unter der Beobachtung der Erzieher. Die kleinen „Glücksritter“ sind auf der Suche nach den Elementen und bestaunen dabei kleine Frösche, springen durch Pfützen und fühlen die Baumrinden. „Kinder brauchen den sinnlichen Kontakt mit der Natur. Sie müssen die Natur im wahrsten Sinne des Wortes begreifen“, erklärt Sylva Jürgensen. Erlebnispädagoge Manfred Thiel erklärt der Gruppe den Wald und warum er so wichtig ist: „Die Kinder sollen die Natur kennenlernen.“ Anschließend werden die Kinder in aufgeteilt und durchlaufen drei Stationen – Schaukel, Schnitzen, Klettern. Manfred Thiel hat sie selbst entwickelt und für den heutigen Tag im Wald aufgebaut. „Wichtig ist uns, dass alle Materialien TÜV-geprüft sind und der Wald nach dem Verlassen der Gruppe wieder so aussieht wie vorher.“ Am Sonnabend endet die Märchenreise. Dann fahren die Kinder aus China wieder nach Hause.

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