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Bühne Flensburg : Mit der Theaterjugend auf der Suche nach dem Glück

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Junge Theaterfreunde gehen mit ihrem Stück „Gesucht“ auf die Suche nach dem Glück.

shz.de von
erstellt am 09.Jun.2017 | 07:48 Uhr

Was haben Seifenblasen, Anne Frank, Gummibärchen und Witze mit Glück zu tun? Die Mitglieder des Theaterjugendclubs Flensburg wollen in ihrem Stück „Gesucht“ darauf eine Antwort geben. „Glück ist etwas, wonach viele suchen“, versucht Folere’let Ade den Titel zu erklären. Für die 17-Jährige ist „Gesucht“ schon das zweite Stück mit dem Theaterjugendclub. „Das letzte Mal war ich aufgeregter. Vielleicht kommt das aber noch“, lächelt die Schülerin.

Die Ideen zu neuen Aufführungen entwickeln die Jugendlichen immer zusammen: „Wir alle haben Ideen aufgeschrieben und dann abgestimmt“, so Folere’let. Die zwölf Mädchen hätten in der Diskussion um das Thema alle ähnliche Antworten gegeben, aber dennoch festgestellt, dass das kleine Glück „ganz individuell ist. Und dass man differenzieren muss zwischen glücklich sein und Glück haben“, erzählt sie weiter. Ihre Theaterpartnerin Laetitia Lüke (17) ergänzt: „Deswegen ist das Stück auch so vielfältig.“

Zusammen mit Konrad Schulze hat Janina Wolf im Herbst 2015 den Theaterjugendclub in Flensburg für alle Interessierten zwischen 13 und 20 Jahren etabliert. Im Moment zählt die Besetzung zwölf junge Mädchen und Frauen. „Die Entscheidung für den Inhalt der Stücke fällt unter den Mädchen selbst“, so Wolf. Aber schnell hatten alle Jungschauspieler gemerkt, dass jeder ihrer Vorschläge mit einem Thema zusammenhängt: Dem Glück. Damit stand das Motiv der nächsten Aufführung fest.

„Wir bekamen Hausaufgaben auf, suchten Lieder aus und fingen an, Texte zu schreiben“, beschreibt Folere’let den Entstehungsprozess. Seit Ende März proben die zwölf nun unter der Anleitung der Theaterpädagogen Wolf und Schulze, am Freitag feiert ihr Stück um 19.30 Uhr Premiere auf der „Kleinen Bühne“.

Die Stimmung bei der Hauptprobe schwankt immer wieder zwischen aufgeregt und entspannt. Die einzelnen Szenen werden noch einmal durchgesprochen, kleinere Korrekturen werden vorgenommen. „Ihr müsst laut und deutlich sprechen“, gibt Janina Wolf ihren Schützlingen noch mit auf den Weg. Konrad Schulze ergänzt: „Und auf euren Einsatz achten.“ Die Mädchen auf der Bühne kichern vor dem minimalistischen Bühnenbild, hundertprozentig hat das heute noch nicht geklappt. Aber noch haben sie eine Probe vor sich.

„Es wäre toll, wenn das Publikum schon während der Aufführung überlegen würde, was für sie selbst Glück ausmacht“, sagt Laetitia Lüke. Folere’let Ade fügt hinzu: „Und wenn die Leute vom Alter her bunt gemischt wären!“ Glück geht schließlich jeden von uns etwas an.


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