Phänomenta in Flensburg : Mit der Silberkugel durch die Schweiz

Etwas verloren wirkt Phänomenta-Chef Achim Englert neben dem großen „Switzerball“.
Etwas verloren wirkt Phänomenta-Chef Achim Englert neben dem großen „Switzerball“.

Der "Switzerball" rollt durch die Schweiz. Das 10 Quadratmeter große Technik-Spektakel von Charles Morgan ist noch bis Ende März in der Phänomenta zu erleben.

shz.de von
25. Januar 2015, 18:58 Uhr

Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Überall rattert, quietscht, hupt und klingelt etwas. Hier rollt eine Eisenbahn, dort schaukelt ein Schiff, oben steigt ein Flugzeug auf, weiter rechts grasen Kühe: Ganz klar, das ist die Schweiz, eingedampft auf zehn Quadratmeter, hochkant aufgestellt in der Phänomenta und dort bis zum 26. März zu bewundern.

„Switzerball“ heißt das Technik-Spektakel, das gestern Abend eröffnet wurde und nicht nur für Kinder und für das Kind im Mann ein toller Spaß ist. Eine Silberkugel geht auf eine 80 Meter lange Reise durch die Kunst-Schweiz, wird zunächst mit einer Seilbahn auf den höchsten Punkt gehoben und rollt dann durch Tunnel, fährt mit der Eisenbahn und mit dem Postbus, muss durch ein Hamsterrad, wird beschleunigt und abgebremst und landet nach einigen abwechslungsreichen Minuten wieder ganz unten.

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Charles Morgan hat „Switzerball“ in einjähriger Arbeit zusammen geschraubt, und zwar so geschickt, dass man es in zehn Segmente zerlegen und mit vier Leuten in drei Stunden aufbauen kann. So ist diese vierte Kugelbahn aus der Morgan-Werkstatt bereits um die halbe Welt gereist. Dass sie jetzt in Flensburg ist, grenzt an ein kleines Wunder, gab es doch erst Ende 2014 erste Kontakte mit der Schweizer Tourismus-Behörde und erst am 8. Januar eine endgültige Zusage. „Dass die Schweizer langsam sind, kann ich nun wirklich nicht behaupten“, sagte gestern mit einem Schmunzeln Phänomenta-Chef Achim Englert.

Möglich wurde das Gastspiel in Flensburg – direkt danach geht die Anlage zur Expo nach Mailand – durch die Unterstützung von Thomas Liebelt und Ulrike Stahlman-Liebelt, die die Kosten übernehmen. „Wir sind der Phänomenta seit langem sehr verbunden“, sagt Thomas Liebelt, „und finden, dass sie Unterstützung braucht. Die Besucherzahlen sind zuletzt etwas eingeknickt, aus mehreren Gründen. Wir hoffen, dass sie durch den Switzerball wieder etwas nach oben gehen.“

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