Flensburg-Marathon : Mit den Läufern kam der warme Sommerregen

Zeitungsente Paula im Vordergrund der achtköpfigen Maskottchen-Staffel umringt von „Bambini“. Fotos: Dewanger
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Zeitungsente Paula im Vordergrund der achtköpfigen Maskottchen-Staffel umringt von „Bambini“. Fotos: Dewanger

Tolle Stimmung an der Strecke des zweiten Flensburg-liebt-dich-Marathons

shz.de von
11. Juni 2018, 11:25 Uhr

Es ist 9.26 Uhr und trocken, als der schnellste Läufer den Osbektalweg von Sonwik heraufkommt und mit einem breiten Lächeln auf die Fördestraße einbiegt. Er ist so schnell, dass man ihm kaum mit dem Rad folgen kann. Kurz darauf biegt er auf das Gelände der Marineschule ein und wird dort stürmisch von Moderator Rüdi, Zuschauern und zahlreichen Staffelläufern begrüßt, die hier auf ihre Startläufer warten.

Einer von ihnen ist Dirk Luther, TV-Koch aus dem Alten Meierhof, der das Staffelholz an den Banker Michael Möller von der VR Bank übergibt und hinterher interviewt wird. Die Stimmung ist ausgelassen bis angespannt – schließlich müssen etliche Aktive gleich auf die Strecke. Rüdi begrüßt die Sportler aufmunternd und flapsig: „Nicht auf die Uhr gucken, dauert noch lange!“, ruft er dem einen zu, um im gleichen Atemzug einen dänischen Sportler mit „God dag!“ zu begrüßen. Nur ein paar Sekunden nach den ersten drei Männern taucht die erste Frau auf der Laufbahn der Marineschule auf.

Zwei Stunden, 41 Minuten und 33 Sekunden nach dem Start an der Holmnixe läuft der schnellste „Finisher“ am Südermarkt über einen roten Teppich ins Ziel und wird gefeiert. Es ist der Däne Bjarne Langsig. Keine drei Minuten später (2:44:27 Stunden) erreicht auch die erste Läuferin das Ziel: Jessika Ehlers von der SG Athletico Büdelsdorf. An den Banden in der Fußgängerzone bejubeln Freunde, Familie und auch Fremde die Läufer und geben ihnen Motivation mit auf den Weg am Ende der (dritten) 14-Kilometer-Runde. Musik, die in die Beine geht, erfüllt den selben Zweck und sorgt für Stimmung in der Innenstadt. Moderator Jan Krambeck sorgt derweil locker und lässig dafür, dass die Euphorie nicht abreißt und sowohl Einzelstarter als auch Staffeln, die zumeist gemeinsam das Ziel passieren, anständig gewürdigt werden. „Der Applaus und das Jubeln muss wieder stärker werden, dann wird auch der Regen weniger“, behauptet er. Für einen Moment scheint’s, als könnte das stimmen. Die Läufer wissen die Unterstützung zu schätzen und zeigen das ganz unterschiedlich, entweder mit einem Lächeln aus letzter Kraft oder Daumen hoch oder, indem sie ihrerseits dem Publikum applaudieren. Während die Promi-Staffel mit Ministerpräsidenten und Oberbürgermeisterin schon an der Hafenspitze gesichtet wurde, läuft eine Marathon-Frau am Südermarkt mit dem Sohnemann am Rockzipfel ein – und Papa filmt das laufend. Zwei Läufer sind fast gleichauf, einer legt zu, der andere sieht seine Liebste am Rande und gibt ihr flugs einen Kuss. So viel Zeit muss sein.

Ausführliche Ergebnislisten in der Dienstagsausgabe

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