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Kriegsgedenken in Flensburg : Mit dem Gefallenenbuch auf Spurensuche

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Schüler der Auguste-Viktoria-Schule gedenken der Opfer des 1. Weltkrieges - mit einem ungewöhnlichen Projekt in St. Nikolai.

shz.de von
erstellt am 12.Nov.2014 | 12:31 Uhr

28. Juli 1914 – das Attentat von Sarajevo verursacht einen Krieg, wie die Welt ihn noch nicht gesehen hat. 100 Jahre nach der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ erinnert Flensburg mit der Aktion „Ökumenische FriedensDekade “ an den 1. Weltkrieg.

Am Donnerstag, dem 13. November, arbeitet ein Jahrgang der Auguste-Viktoria-Schule die Erinnerungen öffentlich auf. Das musisch-ästhetische Profil lädt dann zum Gedenken an den Ausbruch des 1. Weltkrieges in die St. Nikolai Kirche ein. In ihrem Projekt schicken die Oberstufenschüler die Zuschauer durch Musik, Kostüme und eine in vier Themen aufgeteilte Geschichte auf eine Reise in die Vergangenheit. Mithilfe des Gefallenenbuches der St. Nikolaigemeinde wollen die Schüler, die „vorher nur Zahlen und Fakten über die Gräueltaten auswendig lernten“, der Versammlung einen Einblick in das Leben der Gefallenen ermöglichen – Bilder, rührende Geschichten und herzzerreißende Schicksale.

Das Thema hat die Schüler nachdenklich werden lassen. Inspiriert von den Geschichten der Soldaten, die nicht viel älter, manchmal sogar jünger waren als die Schüler selbst, bemühen sie sich, ihre eigenen Gedanken und die Stimme der Jugend erklingen zu lassen. „Unserer Verantwortung sind wir uns bewusst“, erklärt Lenny Ramminger – „gleichzeitig wollen wir aber auch verständlich machen, dass man auf Deutschland stolz sein sollte. Denn kein Land hat so viel aus seinen Fehlern gelernt.“ Die jungen Schüler wissen aber, mit den Fehlern der Vergangenheit umzugehen. „Den Verstand einschalten, nicht mitlaufen“, erklärt Lenny weiter. Finn Müller ergänzt: „Die Verantwortung nicht für etwas übernehmen, was passiert ist, sondern, was passieren wird. Nach vorne schauen!“

In ihrem Abschlusslied „Imagine“ von John Lennon lassen die Schüler ihre Hoffnung erklingen. Nach ihrem Wunsch zu Weihnachten gefragt, sagen sie, auch mit Blick auf die aktuellen Krisenherde: „Kein Krieg mehr auf dieser Welt.“

Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden werden am Ende der Veranstaltung eingesammelt.

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