Jahrmarkt : Mit Chili-Schokolade im Autoscooter

Paul gefällt es bei Papa Ludolf Fock auf dem Rummel richtig gut, „viel besser als im Kindergarten“.
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Paul gefällt es bei Papa Ludolf Fock auf dem Rummel richtig gut, „viel besser als im Kindergarten“.

Heute beginnt der Herbstmarkt auf der Exe – die Schausteller gaben gestern schon mal einen Vorgeschmack auf ihre Attraktionen

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13. September 2013, 15:00 Uhr

Aus den ersten Buden klingt schon leise Musik, es duftet nach Zuckerwatte und anderen süßen Leckereien, beim „Superhopser“ wird noch der Schriftzug angebracht. So sah es gestern, rund 24 Stunden vor Beginn des Jahrmarkts aus. Auf der Exe beginnt heute der Herbstmarkt. Bis zum 22. September können die Besucher täglich von 14 bis 23 Uhr auf einem Kilometer Wegstrecke mit 145 Fahr-, Spiel- und Verkaufsgeschäften viel erleben.

Michael Wundsam bringt auch den härtesten Kerl mit seinen Chilischoten in Schokolade zum Schwitzen. „Die haben es in sich!“ Ein Hingucker sind auch seine „Apfel-Krümelmonster“, die so aufwendig dekoriert werden, dass sie schon einen Tag vor Beginn des Marktes fertig sind. „Um den Stand mit den 60 verschiedenen Köstlichkeiten auszustatten, braucht man mindestens acht Stunden.“ Will man seinem Herzblatt ein Liebesgeständnis machen, helfen Johann Dörksen und sein Sohn an ihrem Stand für Lebkuchenherzen gern weiter und beschriften individuell. „Was wir da schon alles draufschreiben mussten, heutzutage ist ’Ich-liebe-dich’ wohl nicht mehr aktuell“, grinst Dörksen.

Wer schnelle Fahrgeschäfte mag, kann sich nach Auffassung Dörksens auf „ein absolutes Highlight, den Take Off“ freuen. Der „Super-Truck“, ein Fahrgeschäft für junge Fahrzeugbegeisterte, durchläuft gerade eine Probefahrt. „Alle Fahrgeschäfte werden vor der Inbetriebnahme sorgfältig überprüft“, erklärt Marktmeister Rene Lewing. Gegenüber macht Ludolf Fock es vor: Der Chef des Schaustellerverbandes verspricht bei seinem „Super-Scooter“ Fahrspaß für die ganze Familie. Der Beruf des Schaustellers wurde Fock in die Wiege gelegt. Wie sein vierjähriger Sohn Paul hat auch Ludolf Fock seine Eltern bei der Arbeit auf dem Jahrmarkt begleitet. Nun tobt sein eigener Sohn mit Freude über den Platz und erklärt, bei welchen Fahrgeschäften er dieses Mal mitfahren möchte. Obwohl er häufig auf dem Rummel unterwegs ist, findet der Knirps immer noch neue, tolle Spielzeuge, die er unbedingt braucht.

Der Markt koste keinen Eintritt, „jeder kann uns besuchen, ob mit oder ohne Geld“, erklärt Johann Dörksen. Er ist „schon immer dabei“ – inzwischen seit knapp 60 Jahren.



>Bis einschließlich Mittwoch, 25.September, bleibt die Exe als Parkplatz gesperrt.

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