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Flensburger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 02:23 Uhr

STERUP : Mit Buchstaben in den Beruf

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ein Projekt der Flensburger Agentur für Arbeit hilft Schülern der Gemeinschaftsschule des Amtes Geltinger Bucht bei der beruflichen Orientierung.

Die Buchstaben-Objekte, die 13 Schüler des Technikkurses der achten Klasse der Gemeinschaftsschule des Amtes Geltinger Bucht in den zurückliegenden Wochen mit viel Fantasie und Kreativität schufen, verschwinden nicht in irgendeinem Keller, sondern gehen als Ausstellung auf die Wanderschaft. Das Ganze war ein Pilotprojekt, von der Flensburger Agentur für Arbeit, das gestern vorgestellt wurde. Es sollte der beruflichen Orientierung junger Menschen dienen – vor dem Hintergrund, dass Unternehmen interessierte Auszubildende benötigen.

Dafür zogen die Agentur für Arbeit, das Jobcenter sowie die Industrie-und Handelskammer Flensburg, Heike Rakel als Berufscoach vom Ausbildungsverband in der Fördestadt, die Schule, sechs Firmen aus der näheren Umgebung von Sterup – sie stellten die Materialien zur Verfügung – und die Schüler an einem Strang. Beim „Berufscasting – Zeichen setzen“ erlebten die Jugendlichen, was im Handwerk alles möglich ist, und welche Erwartungen an sie gestellt werden. Aus den zur Verfügung stehenden Materialien schufen sie sechs dreidimensionale, bis zu fast einem Meter hohe Buchstaben, die zusammen den Namen „Sterup“ ergeben. Vorausgegangen waren Entwürfe für das Design und die Prüfung der technischen Machbarkeit.

Rundum positiv bewertete die Leiterin der Heinrich-Andresen-Gemeinschaftsschule, Britta Ehler, das Projekt und konnte Hans-Martin Rump, Leiter der Flensburger Agentur für Arbeit, nur beipflichten. Der betonte, dass mit dem Projekt Berufsorientierung greifbar werde. Gerade in einer ländlichen Region sei die duale Ausbildung ein guter Einstieg in das Berufsleben. Rump: „Rund zwei Drittel der Beschäftigten im Agenturbezirk Flensburg, die nach Angaben der Arbeitgeber höherwertige Tätigkeiten verrichten, haben den beruflichen Einstieg außerhalb einer akademischen Ausbildung gewählt.“ „Ihr habt das klasse gemacht“, lobten bei der gestrigen Buchstaben-Präsentation an die Schüler gewandt denn auch Projektleiter Günter Berneike und Berufsberaterin Svenja Draeger.

Und wie bewerten die Jugendlichen das Projekt? Es habe ihnen viel Spaß gemacht, und sie haben viel gelernt, betonen sie. Dabei wissen sie schon ziemlich genau, wie ihr Weg nach noch zwei Jahren in der Gemeinschaftsschule weitergehen soll. Der 14-jährige Janne-Max Lausen aus Stangheck, der mit am „Sterup-E“ arbeitete, will noch Abitur machen und dann eine Offizierslaufbahn einschlagen. Die ein Jahr ältere Fleur Noelle Augart aus Sörup, zuständig für das „U“, strebt ebenfalls das Abitur an und will dann weitersehen. Janina Schlüter (15) aus Gelting hat zusammen mit ihrer besten Freundin Johanna das „P“ kreiert. Für Janina steht fest, dass noch eine weiterführende Schule besuchen und danach beruflich „irgendwas mit Handwerk“ machen will. Bjarne Traulsen (14) aus Quern-Dingholz gehört zu den „R“-Machern. Noch zwei Jahre Gemeinschaftsschule und dann eine Ausbildung zum Landwirt – so sieht derzeit seine Planung aus. Auch der gleichaltrige Mats Petersen aus Rabenholz gehörte zu denen, die das „R“ gestalteten. Für ihn steht fest, dass er Kfz-Mechatroniker werden will.


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