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Mit „Alex“ und „Gesine“ auf literarischer Schiffsreise

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2013 | 00:33 Uhr

Man muss nicht an der Küste leben, um zu wissen: Das Meer hat einen besonderen Einfluss auf den Menschen, auf sein Denken und Empfinden. Gerade die Kreativen können sich schwer dem Einfluss von Wind und Wellen entziehen, die See wird zum heimlichen Protagonisten in ihren Stücken. Beim ersten Literaturboot-Lesefest am Wochenende ließen Autoren aus Flensburg und Umgebung Interessierte an ihren maritimen Werken teilhaben.

Dafür ließ sich kein geeigneterer Ort finden als der Flensburger Hafen, parallel wurde auf dem Kümo „Gesine“ und dem Salondampfer „Alexandra“ gelesen. „Die Stimmung auf den Schiffen ist einfach genial“, erzählt Detlef Jens. Der Organisator des ersten Lesefestes dieser Art überhaupt ist sich sicher: „In die Geschichten von Seeleuten, Schiffen und Schiffbrüchen kann man am besten auf dem Wasser eintauchen“.

Und dann standen oder saßen da hautnah und quasi zum Anfassen die Mitgliederm des Flensburger Autorentreffs und heuerten die Zuschauer für eine literarische Schiffsreise an. Jan von der Bank zum Beispiel. Der in Eutin lebende Drehbuch- und Romanautor hatte seine beiden 2010 und 2011 publizierten Thriller „Die Farbe der See“ und „Hundewache“ mit auf das Schiff gebracht. Seinem Publikum wurde schnell klar, dass der Architekt, der über einen Wettbewerb zum Schreiben kam, nicht nur in seinen Romanen eine außergewöhnliche Beziehung zum Meer pflegt. Wer könnte authentischer über Meeresabenteuer schreiben als ein Segel-Weltmeister und Windjammer-Segler von der „Gorch Fock“? Obwohl sich die „Alexandra“ nicht einen Meter bewegt hat, sieht der Schriftsteller einen besonderen „Kick“ in der Veranstaltungsreihe. Als Drehbuchautor stehe man hinter Schauspielern und Regisseuren oft im Hintergrund, wenn es um die Verteilung der Lorbeeren ginge. „Für diese Lesung aber kann ich mein eigener Hauptdarsteller sein“, scherzt von der Bank.

Detlef Jens ist nach dem vielversprechenden Start fest davon überzeugt, dass auch im nächsten Jahr wieder das Literaturboot-Festival die passende Bühne für Autoren und Autorinnen aus der Umgebung bieten kann.

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