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Kupfermühle bei Flensburg : Mini-Bordell: Mysteriöser Brand an der B200

vom

An der deutsch-dänischen Grenze brennt auf einem Parkplatz bei Flensburg in der Nacht zu Donnerstag ein Wohnmobil nieder.

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2014 | 07:23 Uhr

Harrislee | Mysteriös, mysteriös. Ein ausgebranntes Wohnmobil an der B200 und so gut wie keine Spuren beschäftigen zur Zeit die Ermittler der Flensburger Kripo. Das Fahrzeug stand direkt am Grenzübergang auf dem Parkplatz Kupfermühle. Kurz nach Mitternacht beobachteten andere Autofahrer Flammen und alarmierten die Feuerwehr – Auftakt eines deutsch–dänischen Feuerwehreinsatzes. Zur genauen Schadensursache können noch keinen Angaben gemacht werden. Das Wohnmobil ist in Polen zugelassen und wurde als rollende Liebeslaube zur Ausübung der Prostitution genutzt, teilte die Polizei mit.

Als die ersten Einsatzkräfte das Campingmobil in der Nacht zu Donnerstag erreichten, brannte der Wagen bereits lichterloh. Da der Einsatzort direkt an der Grenze zu Dänemark liegt, wurde auch die Feuerwehr aus Pattburg alarmiert, die Rettungsleitstelle löste darüber hinaus auch Alarm für die Wehren aus Harrislee und Niehuus aus. Für die Rettungskräfte vor Ort war die beherrschende Frage, ob womöglich noch Passagiere an Bord des Fahrzeugs waren.

Aus diesem Grund wurden sicherheitshalber noch zusätzlich zwei Rettungswagen und der Notarzt zum Einsatzort beordert – aber die Hitze-Entwicklung an der Brandstelle hätte ohnehin kein Eingreifen zugelassen. Die Feuerwehren mussten sich darauf beschränken, den Brand mit Schaum abzulöschen. An einen Bergungseinsatz in dem in vollen Flammen stehenden Fahrzeug war ohnehin nicht zu denken. Die Intensität des durch Plastik und Holzverkleidungen zusätzlich entfachten Brandes war so groß, dass von dem Campingwagen am Ende nur noch ein Konstruktionsgerippe stehen blieb. 

Wegen der großen Hitzeentwicklung ließ sich dieser Fall nicht so schnell zu den Akten legen. Die Kripo, die die Brandermittlungen aufgenommen hat, stand vor einem heiklen Problem. Die Temperaturen und der Zerstörungsgrad des Feuers waren so hoch, dass es nach dem Löschen unmöglich zu sagen war, ob sich in dem Auto noch Menschen befunden haben oder nicht. Gestern Abend konnte Polizeisprecher Markus Langenkämper jedoch Entwarnung geben. „Es haben sich Zeugen gemeldet, die zuverlässig sagen konnten, das sich niemand im Fahrzeug aufhielt. Nach ersten Ermittlungen der Polizei soll das Fahrzeug  möglicherweise schon länger auf dem Parkplatz abgestellt gewesen sein. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern noch an.

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