Solitüdefest : Minderheiten im Mittelpunkt

Luftnummer: BMX-Piloten zeigten bei der 31. Ausgabe der sommerlichen Feierlichkeiten akrobatische Einlagen.
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Luftnummer: BMX-Piloten zeigten bei der 31. Ausgabe der sommerlichen Feierlichkeiten akrobatische Einlagen.

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28. Juni 2010, 06:29 Uhr

Flensburg | Was 1979 als kleine Veranstaltung begann, hat sich bis heute zu einem der größten Feste für Flensburger Kinder und ihre Familien entwickelt. Am Sonnabend feierte das Solitüdefest sein 31. Jubiläum - vor traumhafter Kulisse und mit Tausenden Besuchern.

Mehr als 60 Vereine und Verbände folgten der Aufforderung des ADS-Grenzfriedensbundes und boten am Strand Spiel, Spaß und Kulinarisches für große und kleine Leute. Dieses Jahr stand die Veranstaltung unter dem Motto "Fest der Minderheiten". Neben Einrichtungen der deutschen Minderheit aus Nordschleswig und dänischen Jugendeinrichtungen und Kindergärten aus Flensburg präsentierten sich türkische Vereine und verschiedenste Organisationen einem bunt gemischten Publikum.

Dem wurde allerhand geboten: Von tierischen Vorführungen der Hunderettungsstaffel des Arbeiter-Samariter-Bundes bis hin zum Balanceakt auf einem Miniatur-Hochseilgarten - in Solitüde kam keine Langeweile auf. Vom Stand der Pfadfinder erklangen gar exotische Töne: Mitglieder der Gruppe musizierten auf Dudelsack und Trommel und ernteten so erstaunte und begeisterte Blicke. Im Zelt wurde derweil Stockbrot geröstet. "Das ist besonders für die Kleinen ein tolles Erlebnis, am Feuer zusammen mit ihren Eltern Brot zu backen", erzählte Stammesführer Jan Scheder. Viel Anklang fand auch die Wasserbahn, auf der Plastikkügelchen mithilfe von Wasser durch einen Rohrkanal geschleust wurden. Der sechsjährige Lasse war so fasziniert, dass er gar nicht weiter wollte. Mutter Andrea Horns war sich sicher: "Der könnte sich hier noch stundenlang beschäftigen. Toll, was für die Kinder auf die Beine gestellt wird."

Wer genug hatte von Trubel und Action, machte es sich einfach mit Kaffee und Kuchen oder orientalischen Spezialitäten auf einer der vielen Sitzgelegenheiten bequem - mit bestem Blick auf eine der beiden Showbühnen. Dort hatte auch Theresa (12) als Mitglied des Flensburger Turnclubs ihren großen Auftritt. "Ich war vorher total aufgeregt, aber es hat super Spaß gemacht", berichtete sie stolz. Ihre Freundinnen Lilly und Lena (beide 11) hatten zugeschaut und kräftig applaudiert. Als Belohnung für den gelungenen Auftritt gab es Zuckerwatte.

Seit Februar hatten die Organisatoren aus dem Haus der Familie das Solitüdefest geplant. Leiterin Alli Hasbach lobte das "tolle Engagement" der vielen ehrenamtlichen Helfer. "Alle machen unkompliziert mit und tragen so zum Gelingen bei." Besonders in Zeiten finanzieller Kürzungen bei sozialen und kulturellen Vereinen sei es toll zu sehen, dass sich so viele Menschen engagieren, so Hasbach.

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