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Flensburger Tageblatt

11. Dezember 2017 | 15:09 Uhr

Hochschulen : Millionen-Paket für den Campus

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Es sprudelt aus zwei unterschiedlichen Quellen: Flensburgs Hochschulen bekommen je 500.000 Euro für Studenten-Arbeitsplätze sowie für die Entwicklung der Europa-Universität.

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2013 | 17:00 Uhr

Ein „Studierendenhaus“ mit dringend benötigten zusätzlichen Arbeitsplätze für Studenten von Fachhochschule und Universität auf dem Campus – eine halbe Million Euro aus den zusätzlichen sogenannten Zensus-Mitteln hat die Landespolitik dem Flensburger Hochschulcampus auf dem Sandberg am Freitag bewilligt. Wie so ein Haus mit studentischen Arbeitsplätzen aussehen könnte, ist bislang allerdings völlig offen. Fest steht lediglich: Ein kompletter Neubau ist für 500 000 Euro bestimmt nicht zu haben. Sollte tatsächlich ein neues Haus auf dem Areal zwischen Campusbad und Flens-Arena, zwischen Fachhochschule und Uni verwirklicht werden, wäre die halbe Million aus Kiel eher ein Zuschuss.

Der Bebauungsplan weist noch mehrere Freiflächen aus, zum Beispiel zwischen Campusbad und Studentenwohnheim an der Thomas-Fincke-Straße, auf der Freifläche des früheren Heilpädagogik-Instituts westlich der Campelle oder südlich des Maritimen Zentrums der FH – um nur drei Möglichkeiten zu nennen für das Campusgelände, für das ohnehin bereits sowohl das Studentenwerk als auch ein privater Investor je ein neues Studentenwohnheim planen.

Wahrscheinlicher sind allerdings zusätzliche Angebote in bestehenden Gebäuden wie zum Beispiel der Zentralen Hochschulbibliothek. Das bestätigte gestern die Flensburger Landtagsabgeordnete Simone Lange: „Es geht vor allem um die Arbeitsplatzbedingungen“, sagte die SPD-Politikerin. Es sei auch möglich, im Bereich der Hochschulbibliothek die Ausstattung für studentisches Arbeiten zu verbessern : „Es ist einfach so, dass wir durch die Zensus-Mittel das geplante Studierendenhaus vorziehen können.“ Bereits am Freitag hatten Grünen-Politiker Rasmus Andresen erklärt, das neue Haus solle Arbeitsplätze für Studierende in der weiter wachsenden Hochschule zur Verfügung stellen und dort Aufenthaltsmöglichkeiten schaffen.

Unterdessen fließt eine zweite halbe Million für den Flensburger Europa-Campus auf den Sandberg: Damit löst Wissenschaftsministerin Waltraud Wende eine Ankündigung und ein Versprechen ein, dass sie bereits vor Jahresfrist gegeben hatte. „Wir möchten die vielen internationalen Kontakte, die auf dem Campus bestehen, zum Markenzeichen der Uni machen“, hatte Wende im September 2012 gegenüber unserer Zeitung angekündigt – und erklärt, das mit der Erhöhung des Uni-Haushalts um 500 000 Euro zu erreichen.

„Die Idee der Europa-Uni nimmt nun konkrete Formen an“, sagt dazu Simone Lange. Durch die Bereitstellung der Mittel können Fachhochschule und Universität ihre bestehende Kooperation weiter ausbauen. Mit dem Geld soll unter anderem eine gemeinsame Professur für Europäische Medienwissenschaft eingerichtet werden, erklärte Wissenschaftsstaatssekretär Rolf Fischer. Ziel sei es, mit einem gemeinsamen „Europäischen Zentrum für Medienforschung und Medienpädagogik“ einen überregional bedeutsamen Medienschwerpunkt zu schaffen.

„Als Reform-Universität verfolgen wir den Anspruch, eine Generation auszubilden, die Europa versteht und lebt und in Theorie und Praxis vorantreibt“, sagte Uni-Präsident Werner Reinhart. Bei dem Ziel der Universität Flensburg, sich zeitnah in „Europa-Universität Flensburg“ umzubenennen, stehe die FH an der Seite der Uni, versprach FH-Präsident Herbert Zickfeld. „Auch wir werden uns im Zuge dessen stärker mit europäischen Fragestellungen befassen.“

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