zur Navigation springen

Flensburger Stadtsanierung : Millionen für neue Duburg-Straßen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Baubeginn für Umgestaltung der Berg-, Burg-, Knappen-, Ritter- und Königstraße ab Mai 2017 - aber die Parkplätze bleiben

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2016 | 10:30 Uhr

Es ist noch einmal ein großer Wurf für den Stadtteil Duburg, das am besten erhaltene Wohnquartier der Stadt. Die Bebauung entstand überwiegend 1880 bis 1914, und fast alle Häuser aus dieser Zeit stehen noch. Doch es ist eng im Quartier, die Straßen sind schmal, sie wurden nicht für so viele Autos gemacht. Jetzt sollen nach der Toosbüy- und der Schloßstraße fünf weitere Straßen komplett neu gestaltet werden. Dafür werden ab Mai 2017 fast drei Millionen Euro aufgewendet.

Profitieren sollen davon vor allem die Bewohner des Stadtteils. Die Straßen werden schöner aussehen, es wird mehr Platz für Fußgänger geben, ohne dass Parkplätze aufgegeben werden. Das betont Petra Kuck, die für die städtische Gesellschaft für Stadtsanierung seit Jahren den Stadtteil betreut. „Wir streben mit dem Projekt eine Aufwertung des Quartiers für die Bewohner an“, sagt sie.

Ein weiteres Ziel sei die „Neusortierung“ des Verkehrs. Zur Anwendung kommt ein Verkehrskonzept, das ein Expertenbüro im Jahr 2015 erstellt hat. Wesentliche Maßnahmen: Die Einfahrt in die Bergstraße wird geschlossen, eine Zufahrt in das Viertel ist nur noch über die Ritter- und die Schloßstraße möglich. Berg- und Burgstraße werden Einbahnstraßen Richtung Toosbüystraße, die Königstraße eine „unechte“ Einbahnstraße.

Alle Straßen werden mit gesägten, geblockten Granitsteinen gepflastert, die für Autos und Fahrräder gut geeignet und leise zu befahren sind. Für die Gehwehe kommen gelbe Ziegelsteine zum Einsatz, die im Fischgrätmuster verlegt werden. Die breiten Granitbordsteine sind nur etwa drei Zentimeter hoch und auch von Rollstuhlfahrern einigermaßen leicht zu überwinden.

In der Königstraße wird es jedoch eng. Sie ist im Schnitt ein Meter schmaler als die anderen Straßen. Dort soll die gesamte Straße in gesägtem Granit gestaltet werden, Fahrbahn und Fußweg werden nicht mehr explizit getrennt.

Durchgehend werden die Fahrbahnen auf die Mindestbreite von 3,80 Meter reduziert; dadurch entsteht mehr Platz auf dem Gehweg, der meist zwei bis 2,20 Meter breit wird. Wegen der Leitungen im Erdreich können kaum Bäume gepflanzt werden, dies sei nur an einigen Kreuzungen möglich, teilt die Stadt mit. Damit Duburg trotzdem etwas grün und bunt wird, werde mit den Hauseigentümern über eine Fassadenbegrünung gesprochen, zum Beispiel mit Stockrosen.

Landschaftsplaner Martin Kessler, aus dessen Büro die Entwürfe für die Umgestaltung stammen, rechnet mit einer Umsetzung der Planungen bis 2018. Die Kosten von 2,95 Millionen werden komplett aus der Städtebauförderung gedeckt; damit ist die Stadt Flensburg „nur“ mit etwa einer Million Euro dabei.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen