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Stadtsanierung in Flensburg : Millionen für eine Stadt im ständigen Wandel

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ausstellung zur Städtebauförderung im Rathaus und Führungen am kommenden Sonnabend

shz.de von
erstellt am 12.Mai.2017 | 07:49 Uhr

Es reicht vom Beginn in den 70er Jahren bis in die Gegenwart und weiter in die Zukunft. Städtebauförderung klingt nach nüchternem Amtsdeutsch. Doch sie hat Flensburg seit 1974 im gesamten Zentrum und in einigen anderen Stadtteilen stark verändert. Die Altstadt, der Ostufer-Hafen, die Neustadt, Duburg, Achter de Möhl, aber auch Wasserloos und das Bahnhofsviertel sind Stadtteile oder Stadtviertel, die durch die Städtebauförderung entweder erneuert und saniert worden sind oder bei denen genau das in naher Zukunft ansteht.

Im Rathaus kann man sich darüber jetzt einen guten Überblick verschaffen. Wo hat sich die Stadt verändert und – fast noch wichtiger – wo wird sie sich verändern? Das Viertel nördlich und nordöstlich des Bahnhofs wird man in zehn Jahren vermutlich nicht mehr wiedererkennen. Das Gleiche gilt für das Schwarzenbachtal, wo jahrzehntelang die Bundeswehr residierte und wo in diesem Jahr vermutlich noch der Abbruch alter Gebäude beginnt. Die gestern eröffnete Ausstellung in der Bürgerhalle des Rathauses zeigt in übersichtlicher Form, wo Stadtsanierung in den 70ern begann, wo sie heute steht und wie sie in den kommenden Jahren weiter geht.

Vielen Flensburgern liegt besonders das Eckener-Haus am Herzen. Seit Jahren hat es kaum ein Bürger von innen gesehen. Vorbei die Zeiten, als man dort gut-bürgerlich essen ging oder half, den „Mord im Eckener-Haus“ aufzuklären. Morgen gibt es die Möglichkeit, sich den derzeit verheerenden Zustand des Hauses anzuschauen. Um 15 Uhr beginnt am Nordermarkt eine Führung über die deutsch-dänische Kulturachse – mit einer kurzen Visite im Eckener-Haus.

Die Städtebauförderung dient der Schaffung nachhaltiger städtebaulicher Strukturen, sagte Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar gestern bei der Eröffnung. Markus Pahl, Chef der städtischen Sanierungsgesellschaft, betonte die Drittelfinanzierung, die von Beginn an ein ehernes Prinzip der Städtebauförderung war. Bund, Land und Kommune teilen sich die Kosten zu je einem Drittel. Ziel war und ist, mit öffentlichen Investitionen private auszulösen: Kluge Menschen haben ausgerechnet, dass ein öffentlich investierter Euro 7,10 Euro private nach sich ziehen. Der Bund habe die Mittel für 2017 auf 790 Millionen Euro aufgestockt, das Land stellt immerhin 55 Millionen zur Verfügung – Geld, von dem auch Flensburg profitieren möchte. Wie und wo, das zeigt die Ausstellung, die bis Freitag, 19. Mai, im Rathaus zu sehen sein wird.

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