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Fahrradhandlungsplan Flensburg : Millionen-Ding für die Radfahrer

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Für 2014 sieht der Plan Investitionen und Planungsausgaben in Höhe von fast 1,4 Millionen Euro vor. Beschlossen hat die Politik noch nichts.

Flensburg | Trotz Schlaglöchern und Buckelpisten an vielen Stellen des Flensburger Straßennetz: Die Radfahrer werden nicht aus den Augen verloren. Ganze 16 Punkte sieht der Fahrradhandlungsplan 2014 der Fahrrad-Beauftragten Alexandra Schütte und des TBZ vor. Knapp 1,4 Millionen Euro umfassen diese Planungen – von 0 Euro für Maßnahmen, die zwar erwähnt, aber vorsorglich auf Folgejahre verschoben wurde, bis hin zum Großprojekt Radweg und -streifen an der Fördestraße für eine gute halbe Million Euro.

Beschlossen ist noch nichts; im Planungsauschuss wurde der Fahrradhandlungsplan aus Termingründen verschoben. Doch die Projekte sind sehr vielfältig und werden die Gesamtsituation für Radfahrer in der Stadt verbessern und damit das Radfahrern weiter attraktiver machen. Laut Klimapakt verfolgt die Stadt das erklärte Ziel, den Anteil des Radverkehrs am gesamten Verkehr deutlich zu erhöhen.

An der Straße Munketoft soll südlich des Campus’ ein Geh- und Radweg zwischen Einmündung Campusallee (Straße zur Flens-Arena) und dem schon fertigen Geh- und Radweg über die Osttangente zur Hochfelder Landstraße gebaut werden. Kosten: 130 000 Euro. In ähnlicher Größenordnung bewegt sich die schon seit langem geplante und immer wieder verschobene Verbesserung der Situation am Schottweg. Hier sollen an beiden Seiten Schutzstreifen für Radfahrer eingerichtet werden.

Nach wie vor unbefriedigend und sogar gefährlich ist die Situation an der Hafenspitze, wo sich vor allem im Sommer immer mehr Radfahrer und Fußgänger den knapp bemessenen Platz an der Wasserkante teilen müssen. Die einst geplante räumliche Trennung von Radfahrern und Fußgängern ist längst passé; jeder geht und fährt hier überall, es gilt das Prinzip Rücksichtnahme. „Ziel ist eine Entzerrung der Situation und eine Verbesserung des Verkehrsflusses für den Radverkehr“, heißt es in einer Stellungnahme der Stadtplanung – aber wie? Das weiß noch niemand, aber denkbar sei das Projekt Radfahren auf dem Bahndamm oder Ausbau des Radwegs am Hafendamm. Für die weitere Planung stehen 50 000 Euro zur Verfügung, politische Zustimmung vorausgesetzt.

Zwischen Solitüder Straße und Kelmstraße (Einfahrt zur Marineschule) soll an der Nordwestseite der Fördestraße ein Radweg bzw. ein geschützter Radstreifen entstehen. Dazu gehört eine so genannte Querungshilfe auf Höhe Kelmstraße; dies erleichtert Radfahrern, die durch den Osbektalweg von Sonwik herauf kommen, den Wechsel auf die KBA-Seite der Fördestraße. Auch der gesamte Einmündungsbereich von Kelmstraße und Kelmhof soll in diesem Zusammenhang „aufgeräumt“ werden.

Jeweils im fünfstelligen Bereich liegen Neubau oder Erneuerung von Radwegen an der Peripherie: Pielweg zwischen Ringstraße und Kieler Bahn, Mittelweg am westlichen Stadtrand, Ochsenweg in Höhe Schäferhaus und Westerallee zwischen Timm-Kröger-Weg und Stille Liebe.

Doch auch das laufende Jahr brachte und bringt Verbesserungen der Rad-Infrastruktur. Im Bereich Citti-Park wurden die Radwege erneuert, es entsteht ein Radweg an der K8 zwischen Ringstraße und Tastruper Weg, an der Werftstraße wird derzeit eine Lücke geschlossen, die Radweg-Beleuchtung an der Husumer Straße wird in einem Abschnitt erneuert. Zukunftsmusik ist hingegen noch die Einrichtung einer Fahrradstation – Kostenpunkt: 300 000 Euro – in einem Nebengebäude des Flensburger Bahnhofs.

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erstellt am 25.Aug.2013 | 18:45 Uhr

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