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Zukunftstag in Flensburg : Metallbau und Technik: Schnupperkurs für Mädchen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Flensburger Unternehmen wollen beim Girls’ Day Interesse an technischen Berufen wecken.

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2015 | 18:06 Uhr

Flensburg | Er ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen weltweit: Am Donnerstag kommender Woche (23. April) startet der Girls’ Day in Flensburg. Die teilnehmenden Mädchen bekommen ab der fünften Klasse die Möglichkeit, verschiedene Berufe auszuprobieren. Dabei achten die Veranstalter darauf, dass die angebotenen Berufsbilder keine typischen Frauenberufe sind, sondern überwiegend aus technischen, naturwissenschaftlichen und handwerklichen Bereichen kommen. Ziel des Projektes ist es, dass Teilnehmerinnen das Spektrum der für sie in Frage kommenden Berufe erweitern.

Mit am Start ist auch die Arbeitsagentur mit derzeit noch 16 freien Plätzen. „Die Agentur und das Jobcenter möchten durch ihre Beteiligung am Girls` Day mit den „Mit-Mach-Stationen“ im Berufsinformationszentrum bei Mädchen Neugierde auf technische und handwerkliche Berufe wecken“, sagt Angela Barckmann von der Arbeitsagentur. Gerade in techniknahen Berufen fehlt oft qualifizierter weiblicher Nachwuchs.

Eine weitere Möglichkeit, erste Einblicke in gewerblich-technische Berufe zu bekommen, bietet die Handwerkskammer am Johanniskirchhof. Dort können Mädchen den Beruf der Metallbauerin ausprobieren. Dort arbeiten sie mit verschiedenen Metallen, und der Werkstattmeister beantwortet Fragen rund um eine mögliche Ausbildung. Auch die Krones AG, großer Hersteller von Flaschenreinigungsanlagen am Schäferweg, möchte den Schülerinnen Technik näherbringen. Sie zeigt interessierten Mädchen selbstproduzierte Maschinen und informiert über ihre gewerblich-technische Ausbildung.

Auch die Fachhochschule Flensburg nimmt wieder am Girls’ Day teil. Angeboten werden fünf verschiedene Studiengänge, darunter Medieninformatik. Hier werden jeweils typische Elemente und Experimente des Studiengangs vorgestellt, um Theorie und Praxis und deren Verzahnung zu verdeutlichen. Nach einer Tour über den Hochschulcampus geht es gemeinsam zum Mittagessen in die Mensa.

„Wir möchten, dass die Schülerinnen einen authentischen Einblick ins Studium bekommen, denn nur so können sie später fundiert entscheiden, ob ein Studium für sie in Frage kommt oder nicht“, sagt FH-Gleichstellungsbeauftragte Alice Juraschek. „Je früher die Mädchen sich mit ihrer schulischen bzw. beruflichen Zukunft beschäftigen, desto besser. Wer viele Berufsbilder kennengelernt hat, kann sich anschließend gut begründet für einen Job oder ein Studienfach entscheiden.“

Bisher haben sich schon 1,5 Millionen junge Frauen beteiligt. Die vergangenen Jahre zeigen, dass der Girls’ Day einen positiven Eindruck bei den Mädchen hinterlassen hat. Viele konnten sich für einen technischen Beruf begeistern und sich sogar vorstellen, später bei dem ausgewählten Betrieb ein Praktikum oder eine Ausbildung anzufangen.

 

 

 

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