Mert Can: Urteil erst im Juli erwartet

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14. Juni 2018, 16:40 Uhr

Der Mordprozess um den Tod des 21 Jahre alten Flensburgers Mert Can Altunbas in der Osternacht letzten Jahres findet kein Ende. Gestern musste die II. Große Strafkammer wieder in die Beweisaufnahme eintreten. Sie folgte Beweisanträgen der Verteidigung des Angeklagten I., die zwei ermittelnde Polizeibeamte als Zeugen vernehmen wollte. Einen weiteren Beweisantrag auf Einholung eines aussagepsychologischen Gutachtens bezüglich einer Zeugin hat die Kammer zurückgewiesen, so Landgerichtssprecher Stefan Wolf.

Die ursprünglich für den Verhandlungstag vorgesehenen Plädoyers der Verteidiger des Angeklagten I. habe die Strafkammer wegen der Beweisaufnahme nicht mehr entgegennehmen können. Nach der Zeugenvernehmung ist die Beweisaufnahme durch die Kammer erneut geschlossen worden. Staatsanwaltschaft und Nebenklage wiederholten ihre bereits im Termin vom 24. Mai gestellten Anträge: 9 Jahre 6 Monate für I. und 5 Jahre für R. wollte die Staatsanwaltschaft, die Nebenklage forderte Strafen unter 10 Jahren für I. bzw. 9. Jahren für R.

Nach aktuellem Stand sind die Plädoyers der Verteidiger des Angeklagten I. für den 27. Juni vorgesehen. Vorsorglich sind gestern zwei weitere Termine, am 28. Juni und am 9. Juli, anberaumt worden. Derzeit sind damit noch folgende Termine vorgesehen: Mittwoch, 27. Juni, Donnerstag, 28. Juni, Freitag, 6. Juli, Montag, 9. Juli.

Die ausstehenden Plädoyers finden wegen schutzwürdiger Interessen der Angeklagten in nichtöffentlicher Sitzung statt, so Wolf. Die Urteilsverkündung aber werde öffentlich sein.

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