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Flensburger Tageblatt

17. Dezember 2017 | 17:09 Uhr

Handewitt : Mensa-Eröffnung verzögert sich

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Unvorhergesehene Brandschutz-Arbeiten in der Handewitter Siegfried-Lenz-Schule.

shz.de von
erstellt am 24.Jul.2017 | 14:30 Uhr

Handewitt | Eigentlich sollte die Handewitter Schulmensa „Schlaraffenland“, die für rund 870  000 Euro erweitert und modernisiert werden soll, Ende Oktober wieder nutzbar sein. Nun allerdings unterrichtete Bürgermeister Thomas Rasmussen den Gemeinderat über Verzögerungen. „Ein solches Gebäude, das mehrmals umgebaut und angefasst wurde, ist ja nicht ganz unproblematisch“, sagte er. Vorbereitungen für nicht vorhersehbare Brandschutzmaßnahmen und auch die vollen Auftragsbücher der Firmen seien für den verspäteten Startschuss verantwortlich. Die Fertigstellung des „Schlaraffenlands“ dürfte damit zum „Weihnachtsgeschenk“ werden.

So lange wird die Essensverpflegung über einen Caterer in der Aula der Siegfried-Lenz-Schule sichergestellt. So lautet ab September der neue Name der Gemeinschaftsschule. Ein Grafiker hatte vier Vorschläge für ein Logo erarbeitet. Beim jüngsten Schulfest verteilten Schüler, Eltern und Lehrer Punkte. „Zwei Entwürfe lagen besonders hoch im Kurs“, berichtete Schulleiter Malte Bachmann. Der Gemeinderat fasste die endgültige Entscheidung. Im neuen Logo sind die Funktionen „Lernen“ und „Leben“ in symbolisierter Weise als grüner Halbkreis angeordnet. Darunter erscheint in Blockbuchstaben der Name der Schule. Für die drei Standorte wird „Handewitt“, „Grundschule Weding“ und „Grundschule Jarplund“ ergänzt.

Die „Ingenieurgesellschaft Nord“ hatte im Vorfeld der jüngsten Gemeinderatssitzung den Bebauungsplan „Gewerbegebiet Ochsenweg“ überarbeitet. Berücksichtigt ist nun eine vier Hektar große Fläche für „Queisser Pharma“. Das Flensburger Unternehmen möchte an der Bundesstraße 200 sein neues Logistik-Zentrum errichten (wir berichteten). Dem Auslegungs- und Entwurfsbeschluss schloss sich die große Mehrheit des Gemeinderats an.

Lediglich die drei Vertreter der Grünen votierten dagegen. Sie hatten eine Bedingung gestellt: Bei der Bildung eines zukünftigen interkommunalen Gewerbegebiets, für das erst eine allgemeine Konzeptstudie vorliegt und mehrere Suchräume festlegt wurden, soll das Areal auf der gegenüberliegenden Seite des Ochsenwegs unberücksichtigt bleiben. „Ich empfinde Jarplund und Weding immer noch als dörflich“, betonte Fraktionschefin Helga Knaack. Schon mit der Ansiedlung von „Queisser Pharma“ komme etwas ins „Heideland“, was „viel intensiver“ sei als ursprünglich geplant. „Das ist ein zu früher Zeitpunkt, um eine solche Verquickung unterschiedlicher Planungen herzustellen“, meinte Per Wietz (SSW). CDU, KWG und SPD sahen es ähnlich. „Später ist zu spät“, kommentierte Helga Knaack.

IGN-Vertreter Moritz Hass skizzierte die weiteren Schritte im Bauleitverfahren. Ab September sollen die eingehenden Stellungnahmen ausgewertet werden, sodass im November der Satzungsbeschluss erfolgen könnte. Die Baumaschinen sollen ab März anrollen. Mit der Erschließungsplanung, die rund 100  000 Euro kostet, wurde die IGN beauftragt „Diese Gesellschaft hat zum Teil bereits mit den entsprechenden Ausführungen begonnen“, erklärte Thomas Rasmussen. „Daher ist es naheliegend, sie auch weiter zu beauftragen.“

Damit konnte sich Kaj Clausen gar nicht anfreunden. „Dieses Verfahren war bislang durch Pleiten, Pech und Pannen der Planer gekennzeichnet“, klagte der SSW-Mann. „Da muss man mir erklären, warum wir keinen Wechsel vornehmen.“ Damit zielte er auf die den Ochsenweg querende 110-Kilovolt-Leitung ab, die anfänglich unberücksichtigt blieb und zum Teil niedrige Gebäudehöhen im neuen Gewerbegebiet verursacht. „Ich kann die Kritik gewissermaßen verstehen, sie ist aber zu drastisch formuliert“, hielt Moritz Hass dagegen. „Erst im März 2016 haben wir im frühzeitigen Beteiligungsverfahren diesen Hinweis von der SH Netz AG erhalten und waren danach damit beschäftigt, dieses Problem zu lösen.“ Unter dem Strich soll – so ist zu hören – der Gemeinde kein größerer wirtschaftlicher Schaden entstanden sein, da die höhenlimitierten Grundstücke inzwischen zu einem akzeptablen Preis verkauft sein sollen.

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