zur Navigation springen

Unglück in Handewitt : Opfer von Flugzeugabsturz identifiziert

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Luftfahrt-Experten sichern am Tag nach dem Unglück Spuren am Absturzort des Ultraleichtflugzeugs. Einen Zwischenbericht wird es erst in einigen Wochen geben.

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2013 | 13:16 Uhr

Handewitt | Nach dem Absturz eines Sportflugzeugs am Sonntag nahe Flensburg ist die Identität der beiden Todesopfer geklärt. Es handele sich um den 53 Jahre alten Flugzeugbesitzer und eine 46 Jahre alte Frau, teilte die Polizei am Montag mit. Unterdessen nahm die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung die Ermittlungen zur Unfallursache auf. Luftfahrtexperten sicherten Spuren und suchten nach Hinweisen auf technische Probleme, wie ein Sprecher der Behörde sagte. Die Ermittlungen würden vermutlich noch mehrere Wochen dauern, hieß es.

Der 53-jährige Pilot und seine Begleiterin waren am Sonntag mit dem einmotorigen Ultraleicht-Flieger in der Nähe der Bundesstraße 199 bei Handewitt in ein kleines Waldstück gestürzt. Die zweisitzige Maschine war kurz zuvor auf dem knapp fünf Kilometer entfernten Flugplatz Flensburg-Schäferhaus gestartet. Zeugen schilderten der Polizei, dass das Flugzeug in der Luft Probleme bekommen habe. Die Maschine stürzte direkt vor dem Fußgänger- und Radfahrertunnel der B199 in Höhe Langberg durch einen baumbewachsenen Knick auf den Asphalt.

Ein ballistisches Rettungssystem war offensichtlich nicht ausgelöst worden. Im Notfall soll das System mit Hilfe einer Sprengladung einen Fallschirm öffnen, an dem das Flugzeug gebremst zu Boden sinken kann. Zur Entschärfung der Sprengladung mussten Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes angefordert werden.

Neben den Flugunfallexperten sind auch Staatsanwaltschaft und die Bezirkskriminalinspektion an den Ermittlungen zur Unfallursache beteiligt. Dazu gehören unter anderem die Auswertung von Augenzeugenberichten sowie die technische Untersuchung des beschlagnahmten Flugzeugwracks und die Analyse der Luftraum- und Wetterdaten. Ein Zwischenbericht werde erst in den kommenden Wochen erwartet, hieß es.

Bei der abgestürzten Maschine handelte es sich nach Angaben der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung um ein Ultraleichtflugzeug des nordfriesischen Flugzeugbauers Breezer. Die Firma hat nach eigenen Angaben seit 1999 mehr als 150 dieser Flieger gebaut. Es hat eine Spannweite von 8,03 Metern und eine Reisegeschwindigkeit von 180 Stundenkilometern. Sein Neupreis liegt bei knapp 86.000 Euro.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen