zur Navigation springen

Flensburger Westufer : Nach wilder Verfolgungsjagd: Polizeihündin findet Täter im Busch

vom

Ein Ermittlungsverfahen, das sich gewaschen hat, wurde gegen zwei Verkehrsrowdies eingeleitet. Das Duo machte am Mittwochabend die Flensburger Straßen unsicher.

Flensburg | Diensthund Tara hat am Mittwochabend in Flensburg ganze Arbeit geleistet. Zuvor kam es zu einer gefährlichen Verfolgungsjagd durch die Stadt. Der Fahrer eines Audis mit dänischen Kennzeichen hatte in der Flensburger Straße in Glücksburg für 75 Euro getankt und war davongefahren, ohne zu bezahlen. Das berichtet die Flensburger Polizei am Donnerstag. Doch das war nur der Anfang.

An der Flensburger Hafenspitze entdeckte die alarmierte Polizei den flüchtigen Wagen. Doch statt wie aufgefordert anzuhalten, raste der Audi davon. Seine gefährliche Fluchtfahrt führte durch die Straßen Norderhofenden, Schiffbrücke, Werftstraße, Apenrader Straße und endete in der Straße Im Tal.

Dabei raste der Flüchtige mit bis zu 140 Stundenkilometern durch das Stadtgebiet, fuhr falschherum über die von vielen Fußgängern frequentierte Busspur an der Schiffbrücke, geriet in den Gegenverkehr, missachtete rote Ampeln und drängte andere Fahrzeuge teilweise von der Straße. Zwischenzeitlich stellte sich außerdem heraus, dass die Kennzeichen in Dänemark gestohlen wurden und nicht zu dem flüchtigen Audi gehörten.

Als die wilde Fahrt schließlich endete, flüchteten Fahrer und Beifahrer zu Fuß durch die Gärten angrenzender Einfamilienhäuser und blieben verschwunden. Doch nicht lange, denn die Polizei hatte noch ein Ass im Ärmel: Personensuchhund Tara konnte den Geruch des Fahrers im verlassenen Fahrzeug aufnehmen und führte die Beamten energisch auf die Spur der Flüchtigen.

In einem der Gärten spürte die Hündin die beiden unter einem Busch versteckten Tatverdächtigen auf, das Duo wurde festgenommen. Im Fahrzeug fanden die Polizisten noch ein weiteres Paar dänischer Kennzeichen. Der Audi wurde sichergestellt.

Die 20- und 22-jährigen Flensburger wurden zur Wache gebracht, wo der Fahrer einräumte, dass ihm sein Führerschein entzogen wurde. Gegen beide wurde ein saftiges Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Betruges, Diebstahls, Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Urkundenfälschung, Kennzeichenmissbrauch, Verstoßes gegen die Zulassungsverordnung, die Missachtung von Zeichen und Weisungen, diverser Geschwindigkeitsverstöße und Rotlichtmissachtung eingeleitet.

Blaulichtmonitor



zur Startseite

von
erstellt am 12.Feb.2015 | 17:26 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen