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Elektroschrott in Flammen : Großbrand bei Nord-Schrott in Flensburg

vom
Aus der Onlineredaktion

Dicke Rauchwolken über einem riesigen Haufen Elektroschrott: In der Nacht zu Samstag hatte die Feuerwehr in Flensburg viel Arbeit.

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2014 | 09:29 Uhr

Flensburg | Auf dem Gelände der Firma Nord-Schrott ist am Freitagabend gegen 20 Uhr ein Haufen mit Elektroschrott in Brand geraten. Der Sicherheitsdienst bemerkte bei seinem Rundgang einen starken Brandgeruch auf dem Gelände und verständigte sofort die Betriebsleitung und die Feuerwehr. Kurze Zeit später war die Ursache für den Geruch gefunden: Mittlerweile stiegen Flammen und Rauch aus einem großen Haufen Elektroschrott auf dem Gelände der Firma empor.

Die starke Rauchentwicklung wies den Einsatzkräften der Feuerwehr den Weg an die Einsatzstelle. "Als wir am Brandort eintrafen, stieg bereits dichter Qualm aus einem der aufgeschütteten Haufen mit Elektroschrott, offene Flammen gab es zu dem Zeitpunkt keine", berichtet Lars Hammon, der als Zugführer der Berufsfeuerwehr der erste am Einsatzort war.

Mitarbeiter von Nord-Schrott unterstützten die Einsatzkräfte der Feuerwehr mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. Spezielle Bagger mit Greifarmen kamen zum Einsatz, wodurch der rund 500 Kubikmeter große Haufen abgetragen wurde. "Diese Bagger haben spezielle Druckkabinen, sodass die Rauchgase nicht ins Innere der Kabine dringen können", berichtet Hammon. "Als die Bagger den Haufen auflockerten, stiegen auch Flammen aus dem Haufen empor." 

Der Brandherd lag tief im Inneren des tonnenschweren Haufens, so dass sich die Löscharbeiten schwierig gestalteten. "Wir waren mit rund 50 Einsatzkräften im Einsatz, neben unserem Löschzug rückten auch die freiwilligen Feuerwehren aus Tarup und Weiche an, ebenso wurde die Freiwache der Berufsfeuerwehr alarmiert", erklärt Einsatzleiter Rainer Blaas. "Wir haben einen Löschangriff von drei Seiten aus aufgebaut und zusätzlich die Drehleiter in Stellung gebracht, um den Brand von oben bekämpfen zu können."

Aufgrund der starken Rauchentwicklung rief die Polizei die Anwohner rund um die Lilienthalstraße und den südlichen Stadtteilen auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten. "Unsere Einsatzkräfte haben an diversen Stellen im Stadtgebiet und dem Umland Messungen durchgeführt und keine erhöhte Schadstoffbelastung in der Luft festgestellt", berichtet Rainer Blaas. Die starke Rauchentwicklung machte auch den Einsatzkräften auf dem Gelände der Firma Nord-Schrott zu schaffen. "Teilweise war unsere Sicht und vor allem auch die der Baggerfahrer sehr stark eingeschränkt", sagt Blaas. Dennoch waren die Bagger mit ihren großen Greifarmen die bestmöglichsten Hilfsmittel, um den großen Haufen Elektroschrott abzutragen und die letzten Glutnester zu löschen.

Bis in die Nacht zu Samstag hinein dauerte der Einsatz. Bevor die Kameraden den Einsatz beenden konnten, folgten die Aufräumarbeiten. "Bis wir wieder zurück auf der Wache sind wird dieser Einsatz rund sechs Stunden gedauert haben", so Rainer Blaas.

Die Brandursache ist noch unklar. Einsatzkräfte der Polizei waren vor Ort und nahmen erste Ermittlungen auf und sorgten dafür, dass Schaulustige dem Gelände fernblieben. Bereits im Juli hatte es bei Nord-Schrott gebrannt.

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