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Ausfall nach dem Sturm : Flensburgs O2-Netz wird „nach und nach hochgefahren“

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Drei Tage war das Netz des Mobilfunkanbieters O2 tot. Die meisten Richtfunkantennen sind ausgerichtet, Kunden können wieder telefonieren. Sie dürfen auf eine Entschädigung hoffen.

Nach drei Tagen ohne Handy-Empfang und mobiles Internet gibt es Hoffnung für die O2-Kunden in Flensburg und Umgebung. „Erste Mobilfunkstationen sind inzwischen wieder voll funktionsfähig“, sagt Julia Leuffen, Pressesprecherin bei Telefonica, am Nachmittag. Allerdings seien die Zufahrtswege zu einigen Stationen weiterhin nicht oder nur schwer zugänglich – etwa weil das Betreten der Wälder verboten sei. „Alle verfügbaren Techniker und Service-Kräfte sind vor Ort und arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung.“ Bei O2 sei man zuversichtlich, dass Telefonieren und mobiles Surfen im Laufe des Tages an vielen Orten wieder möglich sei.

Ab 11 Uhr führte O2 ein Update für die Mobilfunkstationen in der Region durch. Bei Facebook jubelte schon gegen 9.30 Uhr das erste Mitglied der „Flensbook“-Gruppe: „O2 hat es geschafft. Wir haben wieder Netz in 24972. Hurra!“ Am Mittag trudelten verhaltene Erfolgsmeldungen ein: Immer mehr Smartphones zeigten nach einem Neustart das O2-Netz an, der Empfang war aber offenbar nicht gerade stabil. „Das Netz wird jetzt nach und nach hochgefahren“, erklärt Julia Leuffen.

Mit der Behebung der Störung werden sich die meisten Kunden auf Dauer nicht beruhigen lassen: Ihre Handys und Smartphones wählten sich in dänisches Netz ein, O2 versendete SMS mit Informationen zur Höhe der Roaming-Gebühren und dem Vermerk: „Viel Spaß im Urlaub!“ An der Hotline gab es offenbar unterschiedliche und schwammige Auskünfte zum Thema Schadenersatz, berichten Kunden. Welcher Service-Mitarbeiter hatte nun Recht: Der mit dem Rat, man solle sich in zwei Tagen noch mal melden oder derjenige, der eine Erstattung der Roaminggebühren kategorisch ausschloss? Oder beide? Pressesprecherin Leuffen versucht, die Kunden zu beruhigen: „Es wird eine Wiedergutmachung geben. Sie können sich an unsere Hotline wenden, unsere Customer Service Mitarbeiter wurden in diesen Minuten informiert.“ O2 erstattet demnach 50 Prozent der Grundgebühr.

Der Netzausfall konzentrierte sich in den vergangenen Tagen auf Flensburg und Umgebung, auch die Inseln Sylt, Amrum und Föhr waren stark betroffen. „Punktuell gab es auch in anderen Orten in Schleswig-Holstein Probleme“, sagt Julia Leuffen. Seit Montag waren Techniker im Einsatz. Dass die Reparaturen so lange dauerten, erklärt Leuffen mit „sehr komplizierten technischen Vorgängen“ und „widrigen Bedingung für die Techniker“. Die Richtfunkantennen, die einzelne Mobilfunkstationen verbinden, waren zum Teil stark verbogen und mussten neu ausgerichtet werden. Der Wind habe die Arbeit auf den hohen Masten für die Techniker gefährlich gemacht, auch der Zugang zu den Stationen sei schwer.

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erstellt am 31.Okt.2013 | 10:41 Uhr

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