Handball-Bundesliga : Flensburg erkämpft sich 22:22 gegen Melsungen

Die Hessen setzten sich immer wieder mit drei Toren ab, aber die SG kam immer wieder heran. Der Ticker zum Nachlesen.

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23. Dezember 2014, 20:00 Uhr

Welch ein Handball-Krimi! Die SG Flensburg-Handewitt erkämpfte sich unter schwierigsten Bedingungen ein wertvolles und verdientes 22:22 (10:12) bei der zuvor in der Bundesliga fünf Mal in Serie erfolgreichen MT Melsungen.

Bei der SG fiel nach Holger Glandorf, Jim Gottfridsson und Johan Jakobsson und auch noch Jacob Heinl wegen Nachwirkungen einer Virusinfektion aus. In der ausverkauften Kasseler Rothenbach-Halle entwickelte sich eine Abwehr. Zunächst dominierten beide Deckungsreihen und starke Torhüter. Mikael Appelgren auf Melsunger Seite stand seinem Gegenüber Mattias Andersson in nichts nach und vereitelte etliche Chancen der SG. Die Angreifer beider Teams wirkten verunsichert und leisteten sich viele technische Fehler. Erst nach sechs Minuten gelangen Philipp Müller und Thomas Mogensen die ersten Treffer.

Flensburgs Trainer Ljubomir Vranjes setzte gleich auf seinen neuen Mann Albin Tingsvall und damit auf das „normale“ Rückraumspiel mit einem Linkshänder auf der halbrechten Position. Der 26 Jahre alte Glandorf-Vertreter, der erst Montag früh in Flensburg angekommen war, bot unter den gegebenen Umständen eine großartige Leistung, zeigte viel Spielverständnis und erzielte nach anfänglichem Wurfpech drei wichtige Tore. Dazu stand Tingsvall gut in der Abwehr und ihm gelangen sehenswerte Anspiele.

Gegen die Flensburger, denen unübersehbar auch das Derby gegen Kiel noch in den Knochen steckte, setzte sich Melsungen mehrfach mit drei Toren ab, aber die Flensburger kamen immer wieder heran und gingen kurz vor Schluss sogar in Führung. Zum Sieg, der in dieser Situation einer Sensation gleichgekommen wäre, reichte es dann aber nicht ganz.

MT Melsungen: Appelgren, Sandström – Maric (5), Sellin (5/3), Fahlgren, Schröder, Hildebrand, Danner (2), P. Müller (1), Boomhouwer, Rnic (3), Allendorf (3/1), Vuckovic, M. Müller (3).

SG Flensburg-Handewitt: Andersson, Möller (n.e.) – Karlsson, Nenadic (2), Eggert (1/1), Tingsvall (3), Mogensen (4), Svan (5), Wanne, Kaufmann (2), Zachariassen (5), Radivojevic.

Schiedsrichter: Fleisch/Rieber (Nellingen/Nürtingen). - Zeitstrafen: 4:2. – 7m: 4:1. – Z. : 4300 (ausverkauft).

Der Ticker zum Nachlesen:

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