zur Navigation springen

Simon Glöde : ESC-Vorentscheid: Flensburger bleibt zu Hause

vom

Die Folklore-Band Elaiza sichert sich den letzten Startplatz beim deutschen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest. Simon Glöde aus Flensburg bekommt keine Wild Card. Aber er fällt auf.

von
erstellt am 28.Feb.2014 | 00:41 Uhr

„Super. Fantastisch. Sehr, sehr gut.“ Moderatorin Barbara Schöneberger steht im Hamburger Edelfettwerk vor der NDR-Kamera und lobt. Schließlich sind die Kandidaten, die beim Clubkonzert um die „Wild Card“ für den Vorentscheid zum Eurovision Song Contest kämpfen, zum großen Teil sehr jung. Nebenbei versteht sich die Fast-Vierzigerin bei der Show vor der Show vor dem Sänger-Wettbewerb als „Mutter Beimer der Kompanie“. Gewinnen kann trotzdem nur einer.

Der Flensburger Simon Glöde bekommt am Ende zwar nicht die meisten Anrufe - aber er fällt wenigstens auf. Der 21-Jährige ist der skurrilste Typ auf der Bühne und einer der selbstsicheren Interpreten. Seinen Song „Blame it on the Boogie “- die einzige schnellere Nummer unter zehn Liedern - meistert er souverän. Wo andere im Licht der Scheinwerfer und dem Bewusstsein des TV-Publikums dann doch die Schüchternheit übermannt, versucht Simon Glöde gewagte Tanzschritte, die er sich bei seinen Vorbildern abgeschaut haben muss. In einer Fransenlederjacke. „Die Schritte habe ich zuletzt bei Herbert Grönemeyer gesehen“, kommentiert Barbara Schöneberger. Simon Glöde schafft es auf Platz sechs.

Auf Platz eins wählen die Zuschauer gegen 23.30 Uhr Polka aus dem Saarland. Die drei jungen Frauen von Elaiza spielen Neofolkore, also Pop-Musik mit ukrainischen Einflüssen - mit Akkordeon, Kontrabass und viel Herz. Am 13. März treten sie beim Vorentscheid in Köln an. Dort begegnet die Band schon wieder Konkurrenz aus Flensburg: Auch Santiano will in Kopenhagen für Deutschland singen.

Zum ersten Mal gibt es in diesem Jahr eine „Wild Card“ für den deutschen Vorentscheid zum ESC. Und es soll auch alles so sein wie bei den Großen. Barbara Schöneberger freut sich, dass sie zum ersten Mal nach der Eurovisions-Melodie moderieren darf. Es gibt einen Green Room, in dem die Musiker hinter der Bühne warten. Es gibt ein Tele-Voting. Unter den Kandidatinnen findet sich eine Nicole mit offenen blonden Haaren, einer Gitarre und einem süßen Lächeln – genau wie damals, 1982, als Deutschland mit dem Lied „Ein bisschen Frieden“ den Grand Prix gewann. Nicole Milik landet auf Platz fünf. Beim ESC 2014 muss ein anderer Funke zünden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen