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Flensburger Rathaus-Chefin : „Meine beste Eigenschaft? Ich habe immer gute Laune“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Oberbürgermeisterin Simone Lange ist im Kina-Interview auch mit ungewöhnlichen Fragen konfrontiert.

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2017 | 10:33 Uhr

Zum zehnten Geburtstag bat die Kina-Redaktion OB Simone Lange um ein Interview. Felix Henke (15) vom Fördegymnasium bekam eine kleine Führung durch den 13. Stock des Rathauses. Die Oberbürgermeisterin bot dem jungen Reporter gleich das Du an – und verriet, sie plane in Kürze eine offene Gesprächsrunde für Kinder und Jugendliche. Lange: „Wir wollen es locker im Bücherbus machen.“

Du bist in Rudolstadt in Thüringen aufgewachsen. Wie bist Du eigentlich nach Flensburg gekommen?
Ich habe in Kiel während der Ausbildung bei der Landespolizei meinen Mann kennengelernt, und in den habe ich mich verliebt. Der wohnte aber in Flensburg, und dann bin ich zu ihm nach Flensburg gezogen.

Warum bist Du dann Oberbürgermeisterin geworden?
Das ist eine gute Frage (lacht). Na ja, geworden bin ich es, weil mich die Flensburger gewählt haben. Kandidiert habe ich, weil ich es einfach mag, eine Stadt wie Flensburg zu gestalten. Ich hatte ja ein wenig Erfahrung, weil ich vorher hier schon in der Politik in Flensburg war, und deswegen habe ich kandidiert. Ich freue mich sehr, dass ich es geworden bin.

Was macht den Beruf Oberbürgermeisterin aus?
Man kann die Stadt, in der man wohnt, tatsächlich ein Stück weit regieren und damit viel auf den Weg bringen. Man trifft jeden Tag neue Menschen, ganz viele Vereine und Verbände und kann diesen dabei helfen, sich zu entwickeln. Derzeit gehört zu unseren wichtigsten Aufgaben, mehr Wohnungen für Flensburg zu bauen und die Schulen zu modernisieren. Das alles gestalten wir hier im Rathaus. Das finde ich extrem spannend.

Gibt es ein Projekt, das Dir ganz besonders am Herzen liegt?
Ganz besonders am Herzen liegen mir tatsächlich die Schulen. Wir wollen sie modern ausstatten, viele Schulen insgesamt modernisieren und drei Grundschulen – zunächst die Ramshardeschule, dann die Hohlweg- und die Fruerlundschule – sogar ganz neu bauen. Aber auch die Kindergärten wollen wir weiter entwickeln und drei neue bauen. Nur in guten Räumen kann man auch gut lernen und gute Schulergebnisse bekommen. Wir wollen nicht nur, dass die Klassenräume zeitgemäß sind, sondern brauchen auch moderne Schultoiletten.

Macht die Stadt aus ihrer Sicht schon genug für Jugendliche?
Wir machen viel für Jugendliche, aber wir dürfen eben auch nicht aufhören damit. Ich habe hier die Zeitung des Stadtschülerrats mitgebracht. Ich bin auch ganz stolz darauf, dass Flensburg überhaupt einen Stadtschülerrat hat. Als ich 2008 politisch in der Flensburger Ratsversammlung anfing, habe ich mit dafür gesorgt, dass Schüler sich in einer Art Parlament hier einmischen können, und das ist heute daraus geworden: eine Zeitschrift, die regelmäßig herauskommt, von Schülern für Schüler.

Es sind ja über 1000 Flüchtlinge in Flensburg. Was muss nun für die Flüchtlinge getan werden, damit sie hier gut integriert werden können?
Wir müssen weiter dafür sorgen, dass wir genug Wohnungen anbieten können. Viele der Geflüchteten können nun auch ihre Familie zu uns holen. Wichtig ist auch, dass wir für ausreichend Kindergärtenplätze sorgen, in Schulen genügend Klassen anbieten, damit sie schneller unsere Sprache lernen können. Das ist die Voraussetzung dafür, dass die Flüchtlinge sich gut und schnell wohlfühlen können.

Wenn Du deine beste Eigenschaft nennen solltest, welche wäre das?
Meine beste? Das ist schwer für mich (lacht). Vielleicht, dass ich immer gute Laune habe.

Gibt es auch eine Eigenschaft, auf die Du lieber verzichten würdest?
Ganz bestimmt. Ich bin manchmal ein bisschen träge. Ich müsste eigentlich viel mehr Sport machen, und da bin ich manchmal ein wenig zu faul für.

Hast du einen Lieblingsplatz in Flensburg, wo du gerne hingehst?
Ja, den Südermarkt. Ich möchte gerne, dass der Südermarkt in Zukunft schöner gestaltet wird und besser aussieht. Auf den Südermarkt treffen sich alle Menschen. Jeder, der in Flensburg wohnt, ist schon einmal auf dem Südermarkt gewesen, und ich liebe es einfach, wenn man dort bei schönen Wetter im Cafe sitzen und sich treffen kann.


 

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