Flensburg, Kiel, Nordfriesland : Mehrere Verletzte bei Glatteis-Unfällen in SH und HH

<p>Am Mittwochmorgen brachte der Schnee selbst den Räumdienst in Not. Ein Fahrzeug rutsche in Flensburg in den Graben.</p>
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Am Mittwochmorgen brachte der Schnee selbst den Räumdienst in Not. Ein Fahrzeug rutsche in Flensburg in den Graben.

Die Polizei warnt vor Glätte.

shz.de von
17. Januar 2018, 09:39 Uhr

Flensburg | Straßenglätte hat in Schleswig-Holstein für viele Unfälle gesorgt - meist blieb es bei Blechschäden. Auf der Autobahn 23 bei Itzehoe (Kreis Steinburg) seien am Mittwochmorgen drei Autos von der Fahrbahn abgekommen, sagte ein Polizeisprecher. Ein Mensch wurde verletzt. Die A23 wurde in Höhe der Störbrücke in Fahrtrichtung Hamburg gesperrt. Auch in Hamburg-Harburg gab es am Morgen mindestens zwei Unfälle mit insgesamt vier beteiligten Fahrzeugen. Verletzt wurde niemand.

Die Polizei weist daraufhin, dass die Straßen in der Region teils extrem glatt sind und bittet alle Autofahrer ihre Fahrweise den Witterungsverhältnissen anzupassen. Auch im Berufsverkehr am Morgen könnte es noch einmal Probleme geben, sagte eine Feuerwehrsprecherin.

In Flensburg rutschte am frühen Mittwochmorgen ein Räumfahrzeug des Technischen Betriebszentrums der Stadt Flensburg bei Räumarbeiten in der Schleswiger Straße in den rechten Böschungsgraben. Für die Bergung musste der Bereich der Schleswigerstrasse, zwischen dem Fördepark in Flensburg und dem Ochsenweg im Verlauf  der L 317 gesperrt werden.

Wie die Feuerwehr in der Nacht berichtete, gab es etwa in Nordfriesland sowie im Raum Flensburg seit dem Dienstagabend 19 Glätteunfälle, in drei Fällen mit Verletzten. Auf der Brooker Straße im nordfriesischen Haselund landete eine 89-Jährige mit ihrem Auto auf der Seite, nachdem sie in einer Linkskurve bei glatter Straße offenbar die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor. Die Feuerwehr musste die Frau aus dem Auto befreien, sie wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Das Auto kippte in der Böschung auf die Seite.
Foto: Benjamin Nolte

Das Auto kippte in der Böschung auf die Seite.

 

Rund um Kiel hätten sich einige Autos auf den Straßen gedreht - zu Schaden kam keiner. Im Kreis Dithmarschen gab es auf der Autobahn 23 am Abend zwei Unfälle auf schneeglatter Fahrbahn. Dabei wurde niemand verletzt.

Bereits am Dienstagabend wurden bei mehreren Glatteisunfällen innerhalb kurzer Zeit an der Flensburger Stadtgrenze zu Handewitt mehrere Personen teils schwer verletzt.

Der schwerste Unfall ereignete sich gegen 18.45 Uhr auf der Lecker Chaussee zwischen dem Flugplatz Schäferhaus und dem Handewitter Ortsteil Gottrupel. Mitten auf der Brücke über die B199 verlor die Fahrerin eines VW Golf auf spiegelglatter Straße die Kontrolle über ihr Fahrzeug, geriet ins Schleudern und daraufhin in den Gegenverkehr, wo sie frontal in einen entgegenkommenden BMW Geländewagen prallte. Beide Fahrzeuge blieben schwer beschädigt auf der Brücke stehen.

Zwei Rettungswagen und der Flensburger Notarzt wurden zur Versorgung der Verletzten alarmiert. Auch die Einsatzkräfte hatten auf der Anfahrt mit teils extrem glatten Straßen zu kämpfen. Die Fahrerin des VW wurde mit schweren Verletzungen in die Notaufnahme der Diako eingeliefert. Der Fahrer des schweren Geländewagens wurde mit leichten Verletzungen ebenfalls in die Notaufnahme gefahren. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.

Fast zur gleichen Zeit ereignete sich ein weiterer Unfall nur wenige Hundert Meter von der Unfallstelle auf der Brücke entfernt. An der Kreuzung Lecker Chaussee und Ochsenweg stießen ein Lieferwagen und ein PKW im Kreuzungsbereich zusammen. Beide Fahrzeuge wurden auch hier erheblich beschädigt und waren nicht mehr fahrbereit. Die Insassen der Fahrzeugen blieben nach ersten Erkenntnissen jedoch unverletzt und kamen mit dem Schrecken davon. Auch hier dürfte Glatteis zu dem Unfall geführt haben. Neben der Polizei rückte hier die Flensburger Berufsfeuerwehr an, um auslaufende Betriebsstoffe zu binden.

Im Kreuzungsbereich kollidierte ein Lieferwagen mit einem Pkw.
Foto: Benjamin Nolte

Im Kreuzungsbereich kollidierte ein Lieferwagen mit einem Pkw.

 

Nur Minuten später kam es auf der B199 zwischen dem Citti-Park und der Anschlussstelle A7 zu einem weiteren Unfall: Der Fahrer eines Pkw verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte in die Mittelleitplanke. Schwer beschädigt kam das Auto zum Stehen. Glück im Unglück: Der Fahrer blieb offenbar unverletzt. Auch hier rückte die Feuerwehr aus Flensburg an, um die Unfallstelle abzusichern und Trümmerteile von der Fahrbahn zu entfernen. Für diese Maßnahmen musste die B199 in Richtung Handewitt kurzzeitig voll gesperrt werden.

mit Material der dpa

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