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Fahrradverkehr in Flensburg : Mehr Unfälle, mehr Kontrollen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Immer mehr Unfälle mit Beteiligung von Radfahrern - die Zahl der Pedelec-Unfälle steigt.

Radfahrer sind immer häufiger in Unfälle verwickelt. Die Zahl der Unfälle, an denen Radfahrer beteiligt waren, hat von 2015 auf 2016 um über 50 Prozent zugenommen. Das muss nicht unbedingt bedeuten, dass die Gefahr für Radfahrer größer geworden ist. Es kann auch schlicht bedeuten, dass immer mehr Menschen in der Stadt das Fahrrad als tägliches Verkehrsmittel benutzen.

Das jedenfalls hat Sandra Otte beobachtet, Pressesprecherin der Flensburger Polizei, die selbst jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit fährt. „Ich schätze, dass bei uns jeder Zweite mit dem Rad zur Arbeit kommt“, sagt sie. „Der Fahrradschuppen ist jedenfalls immer rappelvoll.“ Als Alltagsradlerin hat sie auf bemerkt, dass sich immer mehr Menschen beim Radeln elektrisch unterstützen lassen – sie fahren ein Pedelec.

Auch Pedelec-Fahrer sind häufiger in Unfälle verwickelt. Zwar liegen keine Zahlen nur für Flensburg vor. Doch im Bereich der Polizeidirektion Flensburg, zu der neben der Stadt Flensburg auch die beiden benachbarten Kreise Schleswig-Flensburg und Nordfriesland gehören, hat es eine Steigerung bei den Pedelec-Unfällen um 20 Prozent gegeben (von 60 auf 72). Bundesweit hat es zwischen Januar 2017 und Februar 2017 4239 Unfälle mit Pedelecs gegeben – rund ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei gab es 47 Todesopfer, von denen die meisten im Seniorenalter. Diesbezügliche Zahlen für Flensburg liegen indes nicht vor.

Doch es gibt nicht nur mehr Unfälle mit Radfahrern, sondern offenbar auch mehr Verkehrsverstöße durch Radfahrer. Deshalb startet die Abteilung Mitte der Polizei Flensburg am Montag eine Schwerpunkt-Kontrolle; im Fokus stehen vor allem Radfahrer, die verbotswidrig in der Fußgängerzone fahren. „Wir werden sowohl uniformiert als auch in Zivil unterwegs sein“, sagt Michael Petersen, Leiter der Abteilung. Man werden auch die Problemzone an der Hafenspitze im Blick haben, wo die Regeln einer verkehrsberuhigten Zone gelten, viele Radler aber trotzdem mit hohem Tempo durch den dichten Fußgängerverkehr düsen. Radeln in der Fußgängerzone kostet, wenn man erwischt wird, 15 Euro.

Auch werde man bei der Gelegenheit Fahrräder auf ihre Verkehrssicherheit hin prüfen und Radfahrer ermahnen, das Handy beim Radeln nicht zu benutzen. „Vor mir fuhr ein Jugendlicher auf dem Rad, schaute auf sein Handy und donnerte gegen einen Lampenmast“, so Sandra Otte.

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erstellt am 01.Jul.2017 | 07:31 Uhr

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