Fahrradwarnsysteme : Mehr Sicherheit für Radfahrer in Flensburg

Mehr Radwegsicherheit soll es bald in Flensburg geben.
Mehr Radwegsicherheit soll es bald in Flensburg geben.

Kommunalpolitiker beschließen Paket mit schnellen Maßnahmen – Übergänge an Kreuzungen sollen farbig markiert werden

Avatar_shz von
05. Mai 2018, 09:40 Uhr

Der Umwelt- und Planungsausschuss hat in dieser Woche eine Reihe von Sofortmaßnahmen für mehr Radwegsicherheit in Flensburg beschlossen. Dazu gehören die farbliche Markierung der Radwege an Kreuzungen und einheitliche weiße Fahrrad-Piktogramme. Weiterhin sollen alle auf der Fahrbahn aufgebrachten Linien zur Abgrenzung von Fahrradstreifen auf ihre Sichtbarkeit überprüft und da, wo es notwendig ist, sofort erneuert werden.

Geprüft werden soll zudem, ob man an Ampelkreuzungen die Haltelinien für Radfahrer vorverlegen kann, damit sie besser von ebenfalls wartenden Autofahrern gesehen werden. Auch die Möglichkeit von „Rückblickspiegeln“ an Ampeln, eine vorgeschaltete Grünphase und besondere Fahrradwarnsysteme sollen geprüft werden.

Die CDU, deren Vorlage mit großer Mehrheit angenommen wurde, schlägt folgende Straßenzüge für die Sofortmaßnahmen vor:
> B 199 vom Citti-Park über Exe bis zum Zob
> Husumer Straße von Weiche bis zur Brauerei
> Schleswiger Straße
> Eckernförder Landstraße
> Hafendamm/Nordstraße
> Zob
> Norder-/Süderhofenden
> Werftstraße / Apenrader Straße
> Ballastbrücke / Kielseng
> Mürwiker Straße
> Osterallee
> Ochsenweg
> Alter Husumer Weg

Die Vertreter von SSW und Linke zogen ihre Anträge zurück. Der SSW hatte vorgeschlagen, an der Kreuzung Schützenkuhle / Husumer Straße, wo im September 2017 ein Schüler durch einen abbiegenden Lkw tödlich verletzt wurde, den Radweg an der Straße zu sperren und die Radfahrer einige Meter weiter rechts mit den Fußgängern die Straße queren zu lassen. Davon riet Verkehrsplanerin Elin Helas ab; das Verschwenken von Radwegen bringe nicht mehr, sondern weniger Sicherheit, wie Untersuchungen zeigten.

Die Linken hatten die Montage des Warnsystems „Bike-Flash“ an der Schützenkuhle beantragt. Hierfür seien jedoch die rechtlichen Voraussetzungen noch nicht geschaffen, so Helas.

Für die Grünen forderte Pelle Hansen, die Radinfrastruktur so auszubauen, dass die Sicherheit der Radfahrer immer gegeben ist. Den Schwerlastverkehr müsse man möglichst aus der Stadt heraushalten.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen