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Schutzstreifen : Mehr Platz für Radfahrer in Mürwik

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Lange geplant, jetzt umgesetzt: Ein neuer Schutzstreifen an der Fördestraße engt die Fahrbahn für Autofahrer spürbar ein.

shz.de von
erstellt am 30.Apr.2016 | 08:00 Uhr

Flensburg | An der Fördestraße wird es eng – jedenfalls für Autofahrer. Was seit über drei Jahren geplant ist, wurde jetzt ganz schnell umgesetzt: der Schutzstreifen für Radfahrer stadteinwärts zwischen Twedter Plack und Kelmstraße. Damit endet für die Radfahrer ein jahrzehntelanges Ärgernis: das gegenläufige Fahren auf dem viel zu schmalen Radweg an der KBA-Seite der Fördestraße, mit einer ganzen Reihe gefährlicher Ausfahrten. Die gibt es gegenüber kaum, so dass die Radler fortan auf dem geschützten Streifen talwärts fahren können.

Doch was bedeutet der genau, vor allem auch für Autofahrer? „Der Schutzstreifen ist Teil der Fahrbahn“, betont Asta Simon aus der Pressestelle des Rathauses. Er stelle rein rechtlich keine eigene Fahrbahn dar, ist mithin auch kein eigentlicher Radweg. Autofahrer sollen ihn möglichst nicht befahren, dürfen es aber, wenn es auf dem verbleibenden Platz eng wird – etwa weil gegenüber ein Lieferwagen parkt. Pkw können sich auf dem verbleibenden Platz problemlos begegnen, Pkw und Lkw auch, bei zwei Lkw oder Bussen wird es hingegen eng. Für Parker ist der Schutzstreifen tabu.

Wichtig für Radfahrer, die sich womöglich nicht trauen, das neue Angebot zu nutzen: Der Radweg auf der anderen Seite – stadteinwärts also der linken Seite – bleibt und kann weiterhin genutzt werden. Im Zuge der Asphaltierung eines Abschnitts der Fördestraße und der Anlage des Streifens ist die Linksabbiegespur von der Fördestraße stadteinwärts in die Straße, die zu den Parkplätzen des KBA und des sh:z führt, gestrichen. Das Linksabbiegen wird damit deutlich erschwert.

Politisch war und ist der Schutzstreifen umstritten, Teile der Politik halten ihn für zu gefährlich. Durchgesetzt hat sich allerdings der Ende 2014 eröffnete Streifen am Schottweg. Anfangs ebenfalls umstritten, hat er sich offenbar bewährt, Unfälle sind nicht bekannt. „Wir bekommen zum Teil positive Rückmeldungen von Radfahrern“, so Asta Simon. Einen weiteren Schutzstreifen der neueren Art gibt es an der Bismarckstraße. 2009 wurde die Straßenverkehrsordnung dahingehend gelockert, dass die Einführung des Schutzstreifens erleichtert wurde und beispielsweise nicht mehr an eine Höchstgrenze an Autos pro Tag gekoppelt ist.  

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