Havetoft : Mehr Platz für die Kleinen

Auf dem Außengelände der Kita Havetoft ist noch viel Platz, finden Bürgermeister Peter Hermann Petersen und Kitaleiterin Carola Kuster. Doch im Kindergartengebäude im Hintergrund fehlen Betreuungsmöglichkeiten für mehrere U3-Gruppen.
Auf dem Außengelände der Kita Havetoft ist noch viel Platz, finden Bürgermeister Peter Hermann Petersen und Kitaleiterin Carola Kuster. Doch im Kindergartengebäude im Hintergrund fehlen Betreuungsmöglichkeiten für mehrere U3-Gruppen.

Gemeinde Havetoft will ihren Kindergarten vergrößern: 37 Jungen und Mädchen stehen auf der Warteliste.

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25. Februar 2018, 13:54 Uhr

Die Gemeinde Havetoft will ihren Kindergarten vergrößern. Dafür schreibt sie einen Architektenwettbewerb aus, in dem sechs Architekturbüros gegen ein Honorar aufgefordert werden, einen Entwurf abzugeben.

Zurzeit stehen im ADS-Kindergarten Havetoft, der gemeinsam mit der Gemeinde Sieverstedt betrieben wird, 85 Plätze in fünf Gruppen zur Verfügung. Davon sind 15 Plätze für unter dreijährige Kinder (U3) reserviert. Die Plätze sind zurzeit alle belegt und es gibt eine Warteliste mit 37 Kindern, von denen 2018 noch 30 aufgenommen werden möchten. Doch nur 23 Kinder werden zum Sommer in die Schule wechseln und damit Plätze freimachen. Das heißt, es können nicht alle Kinder aufgenommen werden und die Gemeinden Havetoft sowie Sieverstedt können den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz nicht erfüllen. Insbesondere im U3-Bereich fehlen Plätze. Die Versorgungsquote liegt hier bei weniger als 26 Prozent und ist damit die niedrigste im Bereich des Amtes Südangeln.

Nach einer Hochrechnung sollten mindestens 86 Ü3-Plätze und 21 U3-Plätze im nächsten Kindergartenjahr zur Verfügung stehen. Es wird aber erwartet, dass der U3-Bereich noch stärker nachgefragt wird.

Um dieses Loch übergangsweise zu stopfen, hat der Fachdienst Jugend und Familie des Kreises einer Übergangslösung zugestimmt. Darin wird der bisherige Therapieraum für eine weitere Krippengruppe umgerüstet. Diese Übergangslösung wurde auf anderthalb Jahre befristet. Die endgültige Lösung muss bis zum 1. August 2019 in Betrieb genommen worden sein. Auch muss Art und Anzahl der sanitären Anlagen im Gebäude auf diese Mehrbelastung eingerichtet werden.

„Das sind Kosten, von denen ich nicht weiß, wie die Gemeinde sie stemmen soll“, stöhnte Bürgermeister Peter Hermann Petersen. Er ist durch den Feuerwehrbedarfsplan, der ihm ein neues Feuerwehrgerätehauses aufzwingt, und Neuberechnung der Schulbeiträge genügend belastet.

Da hilft es ihm nur graduell, dass für die Einrichtung neuer Kindergartenplätze je 15 000 Euro Fördermittel zur Verfügung gestellt werden.

Um überhaupt eine Hausnummer für die neue Belastung zu bekommen und Ideen zu sammeln, hat man deshalb den Architektenwettbewerb ausgelobt. In einer Erweiterungs-, Umbau- oder Neubauphase sollten dabei zwei Gruppenräume für U3-Kinder sowie optional ein dritter Gruppenraum inklusive der zugehörigen Infrastruktur und den sanitären Einrichtungen entstehen. Auch soll das bestehende Gebäude auf Optimierungsmöglichkeiten untersucht werden. Ein Komplettumbau ist aber nicht vorgesehen. Die Ergebnisse sollen in etwa sechs Wochen vorliegen.

Für das Bauprojekt „Feuerwehrgerätehaus“ wurde eine schalltechnische Untersuchung an das Ingenieurbüro Busch, Kronshagen, vergeben. Ziel ist die Erarbeitung einer schalltechnischen Machbarkeitsstudie für die angrenzenden Potenzialflächen mit Blick auf eine mögliche Wohnbebauung.

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