Handewitt : Mehr Platz für die Kinder

Zeigen die Entwürfe der Kita: Thomas Rasmussen (Bürgermeister), Jan Christiansen (Sozialausschuss), Ellen Jappsen (Architektin), Gesa Görrissen (ADS-Grenzfriedensbund) und Brigitte Will von der ADS-Kita Jarplund (v. l.).
Zeigen die Entwürfe der Kita: Thomas Rasmussen (Bürgermeister), Jan Christiansen (Sozialausschuss), Ellen Jappsen (Architektin), Gesa Görrissen (ADS-Grenzfriedensbund) und Brigitte Will von der ADS-Kita Jarplund (v. l.).

ADS-Kindergarten in Jarplund soll für 600 000 Euro erweitert und optimiert werden – und in einem Jahr fertig sein.

shz.de von
28. Januar 2018, 13:26 Uhr

In Handewitt hat der demografische Wandel eine besondere Note, die öfter für Überraschungen bei Gemeindeverwaltung und Kommunalpolitik sorgt. „Junge Familien mit kleinen Kindern kaufen Häuser in den alteingesessenen Wohngebieten“, hat Jan Christiansen, der neue Vorsitzende des Sozialausschusses, beobachtet. „Und auch die Nachverdichtung bringt uns stetig einen Zuwachs an Kindern.“ Damit steigert sich der Ansturm auf die Betreuungsplätze. Die Gemeinde Handewitt muss reagieren: So soll der ADS-Kindergarten in Jarplund für rund 600 000 Euro erweitert und optimiert werden.

Vor rund fünf Monaten steckten Kita-Leitung, Träger der Einrichtung, Politik und Kommunalpolitik erstmals die Köpfe zusammen. Die Gespräche fruchteten. Schnell ging es nicht nur darum, die Einrichtung, die derzeit von 64 Kindern besucht wird, um eine zehnköpfige Krippe aufzustocken, sondern auch einige Schwachstellen am Objekt auszumerzen. „Es ist lobenswert, dass die Gemeinde die Probleme erkannt hat und sich darum kümmert“, sagt Gesa Görrissen, stellvertretende ADS-Geschäftsführerin.

Die Entwürfe liegen auf dem Tisch. „Es ist ein Gewinn für die praktische Arbeit und vor allem für die Kinder“, sagen die Pädagogen. Nördlich vom bestehenden Komplex entsteht ein zweites Gebäude, in das eine alte und die neue Krippe einziehen werden. Ein Spielflur und barrierefreie Toiletten schaffen eine Verbindung zum Altbestand. „Dort werden alle Kinder unter drei Jahren zukünftig im Erdgeschoss betreut werden“, erklärt Architektin Ellen Jappsen. Zwei altersgemischte Gruppen ziehen nach unten, im Dachgeschoss residiert lediglich eine Regelgruppe. Für sie wird eine Außentreppe als direkter Zugang ins „Grüne“ errichtet. Zwei Container weichen der Spielfläche, die eine Verlagerung nach Süden erfährt.

Das komplette Paket stand auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Das Votum fiel einstimmig aus. In den nächsten Wochen geht es um die Baugenehmigung und die Ausschreibung der Gewerke. Im Sommer sollen die Bagger anrollen. Der Wunsch: Spätestens im Frühjahr 2019 soll der ADS-Kindergarten im neuen Glanz erstrahlen.

Dann wird Bürgermeister Thomas Rasmussen ein Häkchen machen. „Mit dieser Optimierung des Platzangebots wird diese Einrichtung für die nächsten Jahrzehnte ein bedeutender Kindergarten bleiben“, sagt er. Auf der To-Do-Liste steht mehr. Bis Ende des Jahres soll der Evangelische Kindergarten in Handewitt um zwei Gruppen für Krippenplätze aufgestockt werden. Gar ein gänzlich neuer Kindergarten soll im zukünftigen Neubaugebiet am Wiesharder Markt entstehen.

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