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Tageblatt-Überblick : Mehr Krippen – weniger Kita-Plätze

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Tageblatt gibt einen Überblick über Angebote, Pädagogik und Ausstattung der 43 deutschsprachigen Kindertagesstätten in Flensburg.

716 Betreuungsplätze für kleine Kinder unter drei Jahren gibt es in Flensburg – sowohl in Kindergärten als auch in Tagespflegestellen, unter der Obhut sogenannter Tagesmütter und -väter also. Nach Angaben von Michael Düring, Leiter der Kindertagesbetreuung der Stadt, liegt die Versorgungsquote „U3“ damit bei 32 Prozent: „Wir wollten Ende des Jahres 35 Prozent erreichen“, sagt Düring. Dazu fehlten noch 70 Plätze. 20 davon entstehen gerade in der neuen „Kinderkiste“ von Träger Adelby 1 an der Travestraße, 30 weitere U-3-Plätze im Januar in der neuen Unternehmens-Kita an der Hochfelder Landstraße. Doch obwohl das rechnerisch für die erhoffte Versorgungsquote noch nicht ganz reicht, ist die Stadt beim Thema Kleinkindbetreuung entspannt – Klagen von Eltern auf U-3-Plätze gebe es zum Beispiel noch gar keine. Weitere 140 Plätze müssten 2014 entstehen, will Flensburg dann bei 40 Prozent U-3-Versorgung landen. Allein 60 neue Plätze plant der dänische Schulverein im neuen Jahr am Alten Husumer Weg in Weiche sowie an der Ringstraße in Tarup. Und 2015 peilt die Stadt dann 45 Prozent Versorgung für die Unter-Dreijährigen an.

Bestätigt sieht sich die Stadt dabei von einer aktuellen Studie von TU Dortmund und Deutschem Jugendinstitut (München), die gemeinsam mit der Stadt Flensburg alle mehr als 2000 betroffenen Eltern anschrieben und eine Bedarfsquote von 42,7 Prozent errechneten. Bei all diesen Zahlen müsse man allerdings vorsichtig sein, warnt Düring. Einerseits könnten sich Wünsche und Bedarf schnell ändern, andererseits seien die Wartelisten der Kita-Träger wenig aussagekräftig, solange keine Software für alle Anbieter die Doppel- und Dreifachanmeldungen nicht heraus filtere. Seit August biete die Stadt den Eltern unter der Rufnummer 0461-851387 eine Beratung rund um die Kinderbetreuung für unter Dreijährige.

Während Düring sich mit Blick auf die ganz Kleinen also vergleichsweise entspannt äußert, wächst in der Stadt die Nervosität bei den Kindergartenplätzen für Drei- bis Sechsjährige: „Da haben wir zu wenig Plätze, weil das Land sich nur bei U 3 engagiert“, sagt der Fachmann im Rathaus. Die aktuell 2250 Kindergartenplätze bedeuteten eine Quote von rund 89 Prozent – und gegenüber dem Vorjahr ein Minus um glatte fünf Prozent. „Die Plätze werden weniger, weil die Träger einige umgewandelt haben in altersgemischte Gruppen“, erklärt Düring. Die Faustregel: Je mehr Plätze für Jüngere, desto mehr fehlen bei den Älteren. Schließlich werden nur die U-3-Plätze von Bund, Land und Kommune gefördert – mit insgesamt 90 Prozent.

Mit Blick auf die Acht-Stunden-Ganztagsplätze wiederum sieht sich Flensburg mit einer Quote von 41 Prozent gut versorgt: „Wir gehen nicht davon aus, dass viel mehr gebraucht wird.“ Allenfalls müssten einzelne Angebote flexibler werden. Die meisten Eltern wünschten eine Betreuung zwischen 30 und 40 Stunden im Vormittagsbereich.

Das Flensburger Tageblatt hat für die Fragebogen-Umfrage im Juni alle fast 60 Kindertagesstätten in Flensburg angeschrieben. Mit Ausnahme der rund 15 dänischen Einrichtungen haben alle geantwortet. Eine Übersicht über die Einrichtungen in Weiche, auf der Westlichen Höhe, in Alt- und Neustadt finden Sie auf den Seiten 18 und19 der Dienstag-Ausgabe, die Einrichtungen auf dem Sandberg und Jürgensby in der Mittwoch-Ausgabe auf Seite 21.

 

 

Kitas: Die Gebührensätze

Die monatlichen Kita-Gebühren orientieren sich bei nahezu allen Einrichtungen an den städtischen Sätzen:

Kindergarten (Über Dreijährige):

Regelplatz 5 Stunden: 138 Euro

6,5 Stunden: 179 Euro

Ganztagsplatz 8 Stunden: 221 Euro

Kinderkrippe (Unter Dreijährige):

Regelplatz 5 Stunden: 160 Euro

6,5 Stunden: 208 Euro

Ganztagsplatz 8 Stunden: 256 Euro

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von
erstellt am 01.Okt.2013 | 07:37 Uhr

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