zur Navigation springen

Hochschulpolitik : Mehr Freiheiten und Mittel für Hochschulen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der CDU-Bildungsarbeitskreis besucht die Fachhochschule Flensburg und die Europa-Universität. Das neue Hochschulgesetz sowie eine höhere Masterquote an der Fachhochschule waren unter anderem Gesprächsthemen.

Flensburg | Das neue Hochschulgesetz, eine höhere Masterquote an der Fachhochschule und die Internationalisierung der Studiengänge an der Europa-Universität: An Themen mangelte es beim Besuch des CDU-Bildungsarbeitskreises an der Fachhochschule Flensburg und der Europa-Universität nicht. „Wir wollen die Hochschulen weiter unterstützen“, sagt Fraktionsvorsitzender Daniel Günther. Umso mehr bedauert er es, dass die zusätzlichen Mittel, die die Hochschulen schon vor langer Zeit angemeldet hatten, erst ab 2016 fließen. Das Geld sei jedoch wichtig, um die Herausforderungen des doppelten Abiturjahrgangs im kommenden Jahr bewältigen zu können, fügt er hinzu. „Schon jetzt fehlen bis zu 35 Millionen Euro.“

Der Präsident der Europa-Universität, Prof. Dr. Werner Reinhart, präsentierte den Fraktionsarbeitskreismitgliedern die Planungen für den interdisziplinären Bachelor-Studiengang „Europa“, der im Wintersemester 2016/2017 zum ersten Mal an den Start geht. Um eine Zusammenarbeit mit anderen Ländern zu erleichtern, passt sich die Universität außerdem an den internationalen Studienkalender an, der den Semesterbeginn und das Semesterende festlegt.

An der Fachhochschule warb Präsident Prof. Dr. Holger Watter für eine höhere Masterquote. „30 Prozent unserer Bachelor-Studenten machen einen Masterabschluss, doch nur zehn Prozent machen ihn an der Fachhochschule Flensburg“, bilanziert er. Eine höhere Quote sei zudem wichtig, um national und international im Bildungswettbewerb mithalten zu können. Dazu gehört laut Volker Dornquast, hochschulpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, auch, dass Absolventen einer Fachhochschule die Möglichkeit haben sollen, zu promovieren. Dazu solle das Land die Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Fachhochschulen weiter unterstützen.

Dornquast äußert sich zudem kritisch über das neue Hochschulgesetz, das den Hochschulen mehr Vorschriften mache, anstatt ihnen mehr Rechte zu geben. Seine Partei fordert demnach mehr Freiheiten und Zuständigkeiten in der Selbstverwaltung. Dazu gehören auch Personalentscheidungen sowie die Semesterstruktur. „Das Gesetz ist nicht innovativ, sondern wurde nur weiterentwickelt“, sagt er. Sowohl Reinhart als auch Watter begrüßen den Vorschlag, eigenverantwortlich handeln zu können.

Heike Franzen, Vorsitzende des Arbeitskreises Bildung, sprach ein anderes Problem an: „Es werden nicht genug Sonderpädagogen ausgebildet“, stellt sie fest. Dieses Fachpersonal sei notwendig, um dem Wunsch nach Inklusion nachzukommen. Das könne auf Dauer nicht mit sozialpädagogischen Assistenten ausgeglichen werden.

zur Startseite

von
erstellt am 25.Aug.2015 | 11:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen