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Maibaum-Aufstellen : Mega-Fundament und morscher Fuß

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Mehr als 1000 Geltinger begrüßen den Frühling. Auch in Tarp, Großenwiehe und Schafflund wird gefeiert.

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erstellt am 02.Mai.2017 | 14:13 Uhr

Seit 27 Jahren wird der neue Mai in Gelting mit einer Feier und dem Aufstellen des Maibaumes vor dem Peter-Schwensen-Haus begrüßt. In diesem Jahr meinte es der Wettergott gut mit den Geltingern. Die Sonne schien aus „fast“ wolkenlos blauem Himmel. Auch wenn es dabei stürmte, ließen sich mehr als 1000 Bürger nicht vom Feiern abhalten.

Jedes Jahr übernimmt ein anderer Verein die Organisation dieses Geltinger Volksfestes. In diesem Jahr war es der Chor „Chorius“. Unterstützt wurde er von der Freiwilligen Feuerwehr und dem Bauhof. Das Aufstellen des Maibaums erledigten die Aktiven der Wehr innerhalb weniger Minuten souverän und sicher. In routinierten Bahnen verlief auch die eigentliche Maifeier, zu der in diesem Jahr Chorleiter Joachim Schmidt als Organisator die Besucher begrüßen durfte. Nach offiziellem Teil und Chorgesang warteten Grill und Getränkestand – mit dem obligatorischen Maibock. Zusätzlich boten die Landfrauen im Peter-Schwennsen-Haus Kaffee und Kuchen an.

Bereits zum 27. Mal hatten die Altligafußballer vom FC Tarp-Oeversee zum Aufstellen des Maibaumes mit anschließendem Tanz in den Mai vor und in der Sporthalle ausgerufen. In diesem Jahr waren umfangreiche Vorbereitungen getroffen worden. Ein neues, stabiles Fundament war geschaffen und die Halterung für einen sicheren Stand erneuert worden. Nach dem Kommando von Bürgermeister Peter Hopfstock zogen die Sportler mithilfe einer Seilwinde den Baum in die Senkrechte.

Für die Maibaumaufstellung legen sich die Altligafußballer immer kräftig ins Zeug. „Mit großer Unterstützung durch die Gemeinde und unter dem Einsatz zahlreicher Helfer können wir nun auf diesem wohl zwölf Meter in die Erde reichenden Betonklotz unseren Baum aufstellen“, erklärte der Sprecher der Fußballer Peter Grau. Anschließend saßen Fußballer und Besucher bei Januartemperaturen und eisigem Wind zusammen, um den Wonnemonat zu empfangen.

Hart am Wind und Glück im Unglück – aus Sicherheitsgründen wurde wegen des starken Windes der Maibaum in Großenwiehe schon am Vortag aufgestellt und gesichert. Zur Eröffnung des Maibaumfestes wurde er dann nur noch mit Keilen in seiner Verankerung befestigt. Doch nach etwa zehn Minuten vernahmen die mehr als 100 Zuschauer, die sich gerade den Getränken und der Grillwurst zugewandt hatten, ein lautes Krachen. Der Baum war umgestürzt, genau auf die Stelle, wo kurz zuvor noch Bürgermeisterin Gudrun Carstensen und der Vorsitzende des Dorfverschönerungsvereins, Frederic Thordsen, die Begrüßungsansprachen gehalten hatten. Die Ursache war schnell gefunden: Der Maibaum war im unteren Bereich, mit dem er in die Verankerung eingelassen worden war, morsch. Der Schreck war groß, aber niemand kam zu Schaden.

„Lebendige Tradition schafft Gemeinschaft“, sagte Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen anlässlich des ersten Maibaumfestes in Schafflund und dankte dem Bürgerverein, auf dessen Initiative diese neue Tradition etabliert wurde. „Der Monat Mai steht für Aufbruch“, meinte sie und freute sich über die vielen Besucher, die bei bestem Wetter den Platz vor der „Alten Mühlenscheune“ bevölkerten. „Nicht jede Gemeinde hat einen so schönen Baum“ – mit diesen Worten dankte Martina Marczyschewski vom Bürgerverein insbesondere Albert Albertsen, der den Baum gestiftet und bearbeitet, und der Feuerwehr, die ihn aufgestellt hatte.

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