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Tarp : Medientaschen sollen Integrationsarbeit unterstützen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Bücherei und zwei Fahrbüchereien haben Medientaschen zur Integration von Flüchtlingen bekommen.

shz.de von
erstellt am 23.Apr.2017 | 15:24 Uhr

Tarp | „Damit können wir richtig etwas anfangen”, so die einhellige Aussage von Frauke Nobereit und Elke König von der Bücherei Tarp sowie Stefanie Ritter von der Fahrbücherei 6 und Laura Schürmann von der Fahrbücherei 7. Zehn große Medientaschen mit etwa 100 verschiedenen Titeln für die Integrationsarbeit hat Julia Titow von der Nord-Ostsee-Sparkasse (Nospa) an die drei Büchereistandorte in Tarp übergeben.

Nachdem in den vergangenen zwei Jahren eine große Zahl von Flüchtlingen aus Afrika und dem arabischen Raum nach Deutschland und damit auch in das Kreisgebiet gekommen sind, heißt es heute, diese zu integrieren. Dabei können Bücher hilfreich sein. Mit dem Projekt „Ankommen in Schleswig-Holstein“ hat die Büchereizentrale des Landes in Zusammenarbeit mit dem Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein ein dreistufiges Medienangebot entwickelt. Die Medien sollen die Integrationsarbeit unterstützen, sie dienen der Sprachförderung und helfen bei der Bewältigung von Alltagsproblemen. Insgesamt 60 000 Euro haben die schleswig-holsteinischen Sparkassen bereitgestellt, um 77 Büchereistandorte mit 206 dieser Medientaschen auszustatten.

In jeder Tasche sind ein halbes Dutzend Titel. Diese sind für unterschiedliche Zielgruppen gedacht. Bildkartensets und Spiele sollen den Wortschatz erweitern. Es gibt Basissprachkurse, einige zeigen Objekte, um sich beruflich weiter zu bilden. Für Frauke Nobereit eine gute Ergänzung zum Angebot aus dem Jahr 2015, als es im ersten Projekt Kisten mit Büchern zum Themenbereich „Willkommen in SH. Medien und Spiele speziell für Flüchtlinge“ gab. Häufig kämen junge Flüchtlinge, die Bücher suchen, in denen Werkzeuge, Gemüse und Obst abgebildet sind.

Stefanie Ritter und Laura Schürmann freuen sich über die Taschen für die Fahrbüchereien. „Wir sind täglich in beinahe dem ganzen Kreisgebiet unterwegs. Mittlerweile kommen vermehrt Flüchtlinge zum Bus, um auch Lektüre aus ihren Heimatland zu finden.“ Das sei naturgemäß schwierig, weil es aus Eritrea oder aus anderen Staaten keine Medien gebe. Die gleiche Erfahrung hat auch Frauke Nobereit aus der Tarper Bücher gemacht. „Aber mit diesen Büchern kommen wir schon ein ganzes Stück weiter“, sind sich alle einig.

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