zur Navigation springen

Straßensanierung : Marode Straßen stehen im Stau

vom

Acht Straßensanierungsprojekte im Bereich Flensburg sind vom Land als förderungswürdig anerkannt worden - doch es fehlt der Zuwendungsbescheid.

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2013 | 11:22 Uhr

Flensburg | Eine bröckelnde Brücke und marode Straßen warten landesweit auf Sanierung - und auch Flensburg kämpft gegen poröse Pisten in der Stadt. Ein Kampf, um den sie nicht zu beneiden ist. Denn der Stadtsäckel ist so löchrig wie der angeschlagene Asphalt.
Das Technische Betriebszentrum (TBZ) muss sich mit den Folgen eines regenreichen Sommers und ungewöhnlich langen Winters herumschlagen. Zudem mit dem Ärger vieler Autofahrer, die nicht verstehen, warum ständig und zeitgleich Baustellen aufgemacht werden, die den Verkehrsfluss erheblich ins Stocken bringen. Da lässt sich der Volkszorn auch schwer mit dem Argument eindämmen, dass man schnell tätig werden müsse, um in den Genuss finanzieller Förderung zu kommen - bevor die Fristen ablaufen.

Schleswiger und Husumer Straße müssen saniert werden

Doch abgesehen von den Bemühungen, die Versorgungssicherheit in Flensburg mit Strom, Fernwärme und Wasser sicherzustellen, die notwendigerweise ein Aufreißen der Fahrbahndecke zur Folge haben, stehen die Straßen Schlange: Ihre geplagten Oberflächen warten sehnsüchtig auf Sanierung. Acht als vorrangig erachtete Projekte hat das TBZ beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) eingereicht - im Oktober letzten Jahres sind sie allesamt als förderungswürdig anerkannt worden. So will man nun zügig Patienten wie Schützenkuhle, Tegelbarg, Mühlenstraße und Abschnitten der Schleswiger sowie Husumer Straße zu Leibe rücken. "Mit der Arbeit können wir freilich noch nicht loslegen", bedauert TBZ-Sprecher Ralf Leese. Man warte noch auf den Zuwendungsbescheid. Vorher geht nichts.
Der wird ausfallen wie in den Vorjahren schon. Das TBZ hat einen finanziellen Aufwand von gut 720.000 Euro errechnet, Kiels Anteil an den förderungsfähigen Kosten liegt bei 50 Prozent. Neben den Landesmitteln darf man sich über weitere 25 Prozent - also 180.000 Euro - via kommunalen Finanzausgleich freuen. Verbleibt ein Eigenanteil über die gleiche Summe, die das TBZ auf Grundlage des Wirtschaftsplans Sondervermögen Infrastruktur stemmen kann.

Krater in der Osttangente

Mehr noch. "Als vorsichtige Kaufleute sind wir von einer insgesamt nur 50-prozentigen Förderung ausgegangen", sagt Leese. Insofern verfüge man noch über Bordmittel, um auch die gemeindlichen Straßen des 320 Kilometer umfassenden Netzes beackern zu können. Trotz aller Freude, dass das TBZ seit 2010 an den Förderprogramm des Landes partizipiert, lässt Leese keinen Zweifel daran, dass der Deckenaufbau für die heutige Fahrzeuglast nicht mehr geeignet ist. "Wenn der Unterbau nicht stimmt, können wir oben nur Kosmetik betreiben." Die B199 ist so ein Kandidat - obwohl Bundestraße, ist hier die Kommune zuständig, weil sie im Gegensatz zur Osttangente zum Stadtkern zählt.
Apropos Osttangente. Auf die Frage, wann hier endlich die akute Gefährdung durch tiefe Krater an den Abzweigungen zur Eckernförder Landstraße und Richtung Fördepark beseitigt werden soll, gab es seitens des LBV-SH am Montag keine Antwort.

Vollsperrung der Peelwattbrücke aufgehoben

Bleibt die Hoffnung, dass das Erhaltungsdefizit im kommunalen Straßennetz schnellstmöglich abgearbeitet werden kann. Von Autofahrern empfohlen werden in diesem Kontext: Adelbyer Kirchenweg, Selck-, Toosbüy- und Gartenstraße - um nur einige zu nennen.
Auch Flensburg ist übrigens nicht frei von Brücken. Mit Erleichterung darf man zur Kenntnis nehmen, dass die Vollsperrung der Brücke Peelwatt für den Personen- und Radverkehr Ende der letzten Woche aufgehoben wurde. Im Fall der Rader Hochbrücke wird man noch ein wenig länger warten müssen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen