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Neuer Fahrbahnbelag : Marode Straßen in Flensburg: Ab Montag wird saniert

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Von Apenrader Straße über Hafendamm bis zur Lilienthalstraße: Über vier Kilometer Kreisstrecken in der Stadt bekommen neue Asphaltdecken

Schlaglochpisten, Stolperstrecken, bröckelnde Brücken. Es ist jedes Jahr das gleiche Spiel. Der Winter setzt den Straßen heftig zu. Auch ein regenreicher Sommer ist Gift für den Belag. Und so werden die Stoßdämpfer der Fahrzeuge und die Nerven derer,  die am Steuer sitzen, regelmäßig einer harten Probe unterzogen. Nicht selten endet  die Tortur über Buckelstrecken in der Werkstatt des Vertrauens.

Seit 2009 stellt die Stadt  unverdrossen Anträge auf eine Förderung durch das Land, weil es um die Kreisstraßen in Flensburg mal wieder schlecht bestellt ist.  Die Anträge müssen jeweils im Sommer des Vorjahres eingereicht werden. „Gemeindestraßen hingegen gelten als nicht förderungswürdig“, erläutert Ralf Leese, Sprecher des Technischen Betriebszentrums (TBZ). „Sie müssen aus Eigenmitteln instand gesetzt werden.“

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Wenn die Stadt selbst tief in die Tasche greift, gibt es zwei verschiedene Töpfe, bei denen Zuwendungen in nicht geringer Größenordnung locken. In diesem Jahr sind es genau 446.000 Euro, die bewilligt wurden. Und so kann Flensburg zum sechsten Mal in Folge wieder großflächige Asphaltierungsarbeiten auf seinen Kreisstraßen in Angriff nehmen. Sie werden unter der Regie  des TBZ durchgeführt – Gesamtausgaben in Höhe von 762.000 Euro  sind vorgesehen.

Man hat gemessen und gerechnet. Ergebnis: Auf einer Gesamtlänge von fast 4,5 Kilometern müssen zunächst 39.250 Quadratmeter schadhafte Fahrbahndecke vier Zentimeter tief abgefräst werden, um anschließend einen neuen, ebenso dicken Asphaltbelag aufbringen zu können. Die Arbeiten sollen schwerpunktmäßig in den Herbstferien durchgeführt werden und am Montag, 19. Oktober, beginnen. Der Bauablaufplan sieht ein Ende der Maßnahmen am Mittwoch, 11. November, vor.

Doch Ralf Leese baut schon einmal vor. „Natürlich kann uns die Witterung auch einen Strich durch die Rechnung machen“, räumt er ein. Das wäre nicht zum ersten Mal so. „Dann ist durchaus mit Verzögerungen zu rechnen.“ Bleibt zu hoffen, dass die Verspätung sich nicht bis Ende November hinziehen wird. Dann nämlich prognostiziert der Hundertjährige Kalender den ersten Schnee des Jahres.

Wenn alles reibungslos verläuft, dürfen Autofahrer sich also schon bald  über makellose Straßen auf dem Weg zur Arbeit oder anderen Zielen freuen. Doch zuvor gilt es, eine bittere Pille zu schlucken: Denn auf den folgenden verkehrswichtigen Straßen (siehe Grafik) ist durch erforderliche Voll- oder Teilsperrungen mit  Verkehrsbehinderungen zu rechnen:

 1. Nordstraße (K 28)

Im Fall der Nordstraße zwischen Hafendamm und Osttangente, wo Querrillen mehrfach verfüllt worden sind,  lohnt Flickschusterei nicht mehr. Sie wird von Montag, 19. Oktober, bis Freitag, 23. Oktober voll gesperrt. Weiträumige Umleitungen sind ausgeschildert.

 2. Hafendamm (K 6)

Auf dem 200 Meter langen Abschnitt zwischen Nordstraße und Unterer Lautrupsweg wird ab Montag, 19. Oktober, die östliche Seite gesperrt. Vom 26. bis 28.Oktober folgt dann die Sperrung der westlichen Seite. Während der halbseitigen Sperrungen wird der Verkehr jeweils an der Baustelle vorbeigeführt.

 3. Alter Kupfermühlenweg und Sonderburger Straße (K 4)

Der Bereich zwischen der Straße Am Katharinenhof und Apenrader Straße, die durch wiederholte Aufbrüche beschädigt ist, wird in der Zeit von Montag, 26. Oktober, bis Donnerstag, 29. Oktober, voll gesperrt. Der Verkehr soll über die Harrisleer Straße umgeleitet werden.

 4. Apenrader Straße und Mads-Clausen-Straße (K 10 und K 12)

Hier wird die Strecke zwischen Ostseebadweg und Apenrader Chaussee und weiter bis zur Brücke B 200 von Montag,  26. Oktober, bis Freitag,  30. Oktober, abschnittsweise voll gesperrt. Eine Umleitung wird  ausgeschildert.

 5. „Rampe/Südspange“ Osttangente (K 26)

Die Vollsperrung der Verbindungsstraße zwischen Schleswiger Straße und  Osttangente ist vom 2. bis  6. November, vorgesehen. Als Umleitung steht die Lise-Meitner-Straße zur Verfügung.

 6. Lilienthalstraße (K 15)

Der Bereich zwischen Ochsenweg und Friedensweg wird voraussichtlich von Montag, 9. November, bis Mittwoch, 11. November, nicht befahrbar sein. Eine Umleitung erfolgt über Ochsenweg und B199/Am Friedenshügel.

Nach Abschluss der Arbeiten wird ein Großteil der vom TBZ klassifizierten Straßen abgearbeitet sein. Doch ein Blick auf die Straßenbestandsliste zeigt, dass auch 2016 wieder fleißig saniert werden muss. Ein Antrag auf Förderung ist bereits gestellt.

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erstellt am 15.Okt.2015 | 07:44 Uhr

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