zur Navigation springen
Flensburger Tageblatt

25. September 2017 | 15:38 Uhr

Maritime Premiere im Museumshafen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Traditionelles Pfingsttreffen der dänischen Gaffelsegler erstmals in Deutschland / Veranstalter rechnet mit bis zu 200 Schiffen

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2014 | 13:00 Uhr

Im Frühsommer kommt’s ganz dick. Zwischen 28. Mai und 21. Juni erreicht die Abfolge maritimer Großereignisse eine derartige Dichte, dass der Historische Hafen einen eigenen Begriff dafür erfunden hat: Traditionswochen. Beginnend mit der traditionellen Rum-Regatta reiht sich ein hochkarätiges Ereignis an das nächste. Höhepunkt dabei ist zweifellos das Jahrestreffen der dänischen Traditionsschiffer-Szene vom 6. bis 8. Juni in Flensburg. Erstmalig in Deutschland und, wie Hafenkapitän Frank Petry und Martin Schulz als Geschäftsführer des Historischen Hafens Flensburg vermuten, wohl auch einmalig. „Ein wirkliches Privileg. Das kommt so schnell nicht wieder.“

In letzter Konsequenz verdanken die Liebhaber maritimer Traditionen den Besuch der nördlichen Nachbarn wohl Oberbürgermeister Simon Faber. Der warf sich nicht nur in einer persönlichen Einladung an die Træskibs Sammenslutlingen für einen Pfingstbesuch ins Zeug, er warb zuvor beim Treffen 2013 in Holbæk für die Reise in die westliche Ostsee. Das ohnehin schon durch allerlei traditionelle Segelschönheiten verwöhnte Flensburger Publikum darf sich auf neue Ansichten freuen. „Die Dänen haben Schiffe in Fahrt, von denen wir hier nur träumen können“, sagt Schulz. Im Königreich hat sich eine ganze Flotte der (hier durch die „Activ“ repräsentierten) legendären Marstal-Schoner erhalten. Hinzu kommen Dutzende kleinerer Fahrzeuge, die in deutschen Gewässern so gut wie nie anzutreffen sind. „Wir haben die Dänen schon zur Rum-Regatta eingeladen und unsere Leute gebeten, bis zum eine Woche später stattfindenden Pfingstreffen zu bleiben“, so Schulz. Mit ein bisschen Glück werden dann weit über 100 historische Gaffelsegler in Flensburg zu Gast sein. Zwischen beiden Großveranstaltungen tagt grenzüberschreitend das „European Maritime Heritage“, Dachverband der Museumshäfen Europas mit Delegierten aus aller Welt in Flensburg und Apenrade (4. bis 7. Juni). Eine Woche nach den traditionellen Arbeitsschiffen steht der Hafen im Zeichen der klassischen Yachten. Vom 13. bis 15. Juni ist Flensburg Starthafen der „Classic Week“ – eine große Regattaveranstaltung für klassische Segelyachten zwischen Flensburg, Sonderburg und Kiel. Sahnehäubchen des maritimen Reigens wird am 21. Juni die Ankunft des neuesten Museumsschiffes sein: Der Schlepper „Flensburg“, der als „Bugsier“ in Hamburg begann und jahrelang für die FSG als Schlepper Flensburg im Einsatz war.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert