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Mittelangeln : Machtvolle Stimmen beim Jubiläumssingen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Gemischte Chor Satrup feierte ein musikalisches Fest mit drei befreundeten Gesangvereinen.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2017 | 13:57 Uhr

Chormusik findet weiterhin ihr Publikum. Das stellte der Gemischte Chor Satrup mit seinem Jubiläumskonzert zum 150-jährigen Bestehen eindrucksvoll unter Beweis. Im vollbesetzten Saal des Satrup Krog blieben kaum musikalische Wünsche des begeisterten Publikums offen. Es wurde ein niveauvolles Konzert mit Chören der Region, wie man es nur selten zu hören bekommt. Mit von der Partie waren der Flensburger Madrigalchor, der nicht zuletzt wegen des gemeinsamen Chorleiters Dr. Jens-Uwe von Rohden ein freundschaftliches Verhältnis zum Jubilar hat, der Handwerker- und Bäckersänger-Chor aus Flensburg unter der Leitung von Bernhard Schuld und der Männerchor Süderbrarup, Leitung Walter Schulz. Diese Zusammensetzung aus zwei gemischten und zwei Männerchören trug zu einem abwechslungsreichen Musikprogramm bei, das vom einfachen Volkslied bis hin zu Spiritual, Pop und Schlager reichte.

Schwungvoll leitete der gastgebende Chor aus Satrup das Konzert ein mit dem Operettenlied „Hereinspaziert“. Auch in den folgenden Liedern beeindruckte der Chor mit seiner bemerkenswerten Sangeskultur. Sehr klangsauber, transparent, mit großer Gestaltungskraft, die auch die leisen Töne zum Klingen brachte, kam auch der Flensburger Madrigalchor rüber. Beiden Chören, die von der Pianistin Gudrun Poczka-Darr einfühlsam begleitet wurden, merkte man die konsequente Stimmbildung durch ihren Chorleiter an. Dass auch der Madrigalchor machtvolle Stimmen entwickeln kann, bewies er in Beethovens bekanntem „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre“.

Der Handwerker- und Bäckersänger-Chor aus Flensburg begann mit drei Volksliedern, die er sehr harmonisch gestaltete. Besonders überzeugend im zweiten Auftritt das bekannte „La Montanara“. Der Männerchor Süderbrarup erfreute die Zuhörer mit dem schwungvollen „Chianti-Lied“. Dass er auch die leisen Töne gut beherrscht, bewies er mit dem plattdeutschen „Dat du min Leevsten büst“. Besonders beeindruckend das „Halleluja“, das in der Region wohl kein Chor so schön gestalten kann. Den Abschluss bildete wieder der Gemischte Chor Satrup mit dem Volksmusiklied „Frieden“, dem Spiritual „Halleluja“. Als Zugabe gab es dann noch den „Fliegermarsch“, der das Publikum zum Mitklatschen animierte.

Die Geschichte des Vereins begann am 11. Januar 1867 mit der Gründung eines Männerchores, der sich den Namen „Männergesangverein Hoffnung von 1867“ gab. Die Zeit nach dem ersten Weltkrieg mit vielen jungen Sängern scheint eine Blütezeit im Vereinsleben zu sein. NS-Zeit und Krieg ließen den Gesang vorübergehend verstummen, bevor im Mai 1946 erneut Musik erklang. Eng war die Verbindung zum Söruper Männerchor durch den gemeinsamen Chorleiter. Seit 1963 sangen Satruper und Söruper Sänger gemeinsam in einem Chor. 1968 bildete sich ein zusätzlicher Gemischter Chor. 1973 löste sich der Männerchor auf. Der Gemischte Chor setzt seitdem die Tradition fort.

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