Hafenfest : Maasholm hat ein neues Rettungsboot

Zufrieden mit dem neuen Boot, das im Hintergrund zu sehen ist: Vormann Stefan Ottsen, Taufpatin Lea Führing und DGzRS-Vorsitzer Gerhard Harder (v.li.).
Zufrieden mit dem neuen Boot, das im Hintergrund zu sehen ist: Vormann Stefan Ottsen, Taufpatin Lea Führing und DGzRS-Vorsitzer Gerhard Harder (v.li.).

Die „Hellmut Manthey“ erinnert an den Berliner Unternehmer, der sich mit den Seenotrettern verbunden fühlte.

shz.de von
09. Juli 2018, 14:07 Uhr

„Ich taufe dich auf den Namen Hellmut Manthey und wünsche dir und deiner Besatzung allzeit gute Fahrt und eine stets glückliche Heimkehr.“ So sagte es gestern Nachmittag Lea Führing an der Slipanlage zwischen Yacht- und Fischereihafen von Maasholm vor rund 300 Besuchern, und dazu gehörten auch Vertreter von Freiwilligenstationen aus der Nachbarschaft. Die 19-Jährige aus Maasholm ist Taufpatin und hat zu der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) eine ganz besondere Beziehung. Schließlich war ihr Urgroßvater Jens Lorenzen Namensgeber für das in Gelting-Mole stationierte Rettungsboot „Jens Füerschipp“.

Für die Maasholmer und insbesondere für die Besatzung des neuen Seenotrettungsbootes war die Taufe und die damit verbundene Indienststellung im Rahmen der Maasholmer Hafentage ein denkwürdiges Ereignis. Fest steht, dass die Freiwilligen-Station in Maasholm erhalten bleibt, während die Hauptamtler noch in diesem Jahr mit ihrem Seenorettungskreuzer „Nis Randers“ nach Olpenitz verlegt werden. Das neue Seenotrettungsboot löst die „Wuppertal“ ab, die seit 2010 in Maasholm stationiert war, jetzt aber in der Station Kühlungsborn beheimatet ist.

Vormann der 14-köpfigen Freiwilligen-Crew von Maasholm ist der 28-jährige Industriemechaniker Steffen Ottsen. Er ist wie all seine helfenden Mitstreiter gerne für die DGzRS tätig und bekräftigte das bei der Taufe des neuen Bootes. Gerhard Harder, ehrenamtlicher Vorsitzer der Bremer Zentrale, betonte, dass die Freiwilligenstation an der Schleimündung mit einem Prototyp ausgestattet worden sei. Die technischen Daten: rund neun Meter lang, 88 Zentimeter Tiefgang und 38 Knoten, also 70 km/h, schnell. Gebaut wurde es auf einer finnischen Spezialwerft, gilt als wartungsarm und hat zwei 200-PS-Außenbordmotoren.

Die Freiwilligen haben ihr neues, besonders manövrierfähiges Boot bereits auf Herz und Nieren geprüft. In ihren Zuständigkeitsbereich fallen vor allem Einsätze im Nahbereich der Schlei sowie im Küstenbereich der Ostsee. Sobald die neue Schumacherbrücke in Maasholm fertig ist, wird das neue Seenotrettungsboot dort seinen Liegeplatz finden.

Der Name kommt nicht von ungefähr: Die Hellmut-Manthey-Stiftung hat das neue Boot finanziert. Mit der Namensgebung wird an den Berliner Unternehmer Manthey und dessen Frau erinnert. Die Eheleute (beide verstorben), so Dietmar Wischnewski von der Stiftung, fühlten sich den Seenotrettern eng verbunden.

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