zur Navigation springen

Geräumte Harniskaispitze : Luftschlossfabrik: Flensburg sucht Ideen ab 14. März

vom
Aus der Onlineredaktion

Das geräumte Gelände der Luftschlossfabrik soll wiederbelebt werden. Mit Ideen aus der Bevölkerung. Die ehemaligen Besetzer warten noch auf eine Lösung, wo sie hinkönnen.

shz.de von
erstellt am 08.Mär.2016 | 14:23 Uhr

Flensburg | Was kommt nach der Luftschlossfabrik? Für das geräumte Gelände an der Harniskaispitze begibt sich die Stadt Flensburg auf Ideensuche. Bei jedem Flensburger. Vorschläge sollen durch einen öffentlichen Ideenwettbewerb, der ab Montag, den 14. März, startet, einfließen. Unterdessen läuft die Suche nach einem alternativen Siedlungsplatz für die ehemaligen Besetzer von der Luftschlossfabrik weiter. Die gestaltet sich recht schwierig für die Stadt.

An der Harniskaispitze hatte sich das alternative Kulturprojekt Luftschlossfabrik angesiedelt. Die Besetzer lebten dort in Bau- und Wohnwagen. Unter massiven Polizeiaufwand wurde das Gelände Anfang Februar von der Stadt geräumt. Nun soll es eine Zwischennutzung geben.

Derzeit haben sich die ehemaligen Besetzer von der Harniskaispitze mit ihren Bau- und Wohnwagen an der Europawiese unweit ihres einstigen Siedlungsplatzes niedergelassen. Das wird nach einigem Hin und Her von der Stadt geduldet, ist aber keine endgültige Lösung. An der Husumer Straße hatte die Stadt ein neues Gelände zur Ansiedlung ins Auge gefasst. Beim Flächencheck merkte die Verwaltung erst, dass ein Teil des Areals bereits seit 1987 an den Deutschen Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) vergeben ist. Die Suche ging wieder von vorne los.

Aktuell würden 15 alternative Flächen geprüft, heißt es von der Stadt. Um welche es sich handelt, möchte man im Rathaus nicht sagen. Nur so viel: Sie liegen alle in Flensburg. Erst wenn eine geeignete Fläche gefunden sei, würde dies der Öffentlichkeit mitgeteilt. Stärker eingebunden sind die Bürger dafür in die Suche nach neuen Ideen für die Harniskaispitze.

Harniskai soll schnell wiederbelebt werden

Ein Vorschlag zur Nutzung des rund 10.000 Quadratmeter großen Areals hatte sich bereits vor dem offiziellen Startschuss für den Ideenwettbewerb aufgedrängt. Eine BWL-Studentin hatte eine „Fischersiedlung“ ins Spiel gebracht. Ihr Konzept zum Wohnen erinnert in Teilen an das der Luftschlossfabrik. Es soll Häuser geben, nicht größer als 70 Quadratmeter groß, Platz für Gewerke sowie für gemeinsame Beschäftigungen. Bei einer Pressekonferenz am Dienstagvormittag sagt Oberbürgermeister Simon Faber (SSW) dazu: „Das ist eine Idee für eine langfristige Nutzung.“

Langfristig plant die Stadt, die das gesamte östliche Hafengebiet neu entwickeln möchte, an der Harniskaispitze aber noch nicht. Es soll zunächst eine Zwischennutzung bis 2018 geben. Den Auftrag, dafür Ideen aus der Bevölkerung zu sammeln, hat die städtische Sanierungsgesellschaft. Ihr Herangehen: Der Ideenwettbewerb - für den es eigentliche keine Ausschlusskriterien gibt. Außer: Der Platz sollte zugänglich für die breite Öffentlichkeit sein, und: „Die Realisierbarkeit der Ideen muss so sein, dass eine Belebung schnell gelingt“, sagt Faber.

Ein Belebung ist etwa durch kulturelle, sportliche oder gastronomische Angebote möglich. Bei einer kommerziellen Nutzung würden Pachtkosten in Höhe von 0,30 Euro pro Quadratmeter beziehungsweise von acht Prozent der Umsatzerlöse entstehen. Wer sich an dem Ideenwettbewerb beteiligen möchte, kann einen Teilnahmebogen und ein Datenblatt hier abrufen. Auch auf shz.de wurden bereits alternative Ideen zur Nutzung des Geländes gesucht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen