Highlight im Sommer : Luftiges Flensburg: Sonntag Air Show

Im Doppeldecker über Flensburg: Eine Boeing Stearman, die am kommenden Sonntag auch aus der Nähe bewundert werden kann.
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Im Doppeldecker über Flensburg: Eine Boeing Stearman, die am kommenden Sonntag auch aus der Nähe bewundert werden kann.

Fliegende Oldtimer stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung auf Schäferhaus: Zu erwarten sind jede Menge Vorführungen in der Luft

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27. Juni 2017, 06:04 Uhr

40 Piloten sind der Einladung des Flensburger Luftsportvereins und der Crew des Flugplatzes Schäferhaus gefolgt; sie treffen im Laufe des Sonnabend in Flensburg ein, um dem interessierten Publikum tags drauf, am Sonntag, 2. Juli, von 10 bis 17 Uhr eine professionelle und möglichst mitreißende Airshow zu bieten. Erwachsene zahlen 10 Euro Eintritt, Kinder die Hälfte.

Zum fünften Mal moderiert Marwig Herzog, assistiert von Ralf Jansen, das Programm. Marwig Herzog reist aus München in seinem historischen Waco-Doppeldecker an, der im Deutschen Museum seinen Ausstellungsplatz hat, wenn er mit ihm nicht irgendwo in Europa auf dem Weg zu einer Airshow ist. Fachmännisch kommentiert werden die von den Piloten geflogenen Loopings, Rollen und Formationsflüge.

Ihre Kunstflugfiguren zeigen eine Cri-Cri, das kleinste zweimotorige Flugzeug der Welt, eine Extra 300, die wohl meistverkaufte Kunstflugmaschine, und eine Bücker Jungmann Replika. Einen sogenannten „Dogfight“ zeigen eine Baby Great Lakes und eine Bücker Bestmann. Dabei versucht die Bücker, ein deutscher Oldtimer, dem „Baby“, dem kleinsten Doppeldecker der Welt, zu entkommen.

Die „de Havilland T6“ diente im Zweiten Weltkrieg den US-Piloten nach erfolgreicher Grundausbildung auf der Boeing Stearman zum Training der Jagdmanöver. Jürgen Kraus zeigt mit seiner T6 eine „Warbird“-Demonstration. Eine ganz andere Einlage zeigt Dieter Gehling mit seiner „Kruk“, einer PZL 106, auch „fliegender Traktor“ genannt. Es ist das frühere Agrarflugzeug der DDR. Ob das in seiner Feuerlöschübung abgeworfene Wasser das Feuer überhaupt trifft, bleibt abzuwarten.

Das Flugzeugmuseum „Veteranflysamling“ kommt mit vier historischen Flugzeugen aus Stauning. Die dänischen Piloten führen sie in Formationsflügen vor. Ebenfalls aus Dänemark kommen „Chip Chaps“. Vier Piloten zeigen in ihren Chipmunks anspruchsvolle Formationen.

Aus Heide und Büsum treten vier Piloten in ihren Piper Cub auf. Sie haben sich vor vielen Jahren in Erinnerung an die traditionelle „Burda Staffel“ zusammen gefunden, um diese Formation wiederzubeleben. Die Burda Staffel flog ihre Vorführungen von 1955 bis 1973 auf 600 Flugtagen auf und legte dabei in 41  000 Flugstunden rund sechs Millionen Kilometer zurück.

Die zahlreich am Boden gezeigten Oldtimer werden das Programm zwischendurch mit dem einen oder anderen Überflug im Corso auflockern. Die Segelflieger zeigen Segelflugschlepp mit zwei Flugzeugen aus dem Wiederbeginn des Segelfliegens nach dem Zweiten Weltkrieg.

Bunt wird der Himmel, wenn die Fallschirmspringer sich aus dem Flugzeug stürzen. Flugbegeisterte können Schnupperflüge auf den Vereinsmaschinen des Luftsportverein Flensburg und Doppeldeckern von Vereinsmitgliedern buchen.

Kinder- und Erwachsenenvergnügen bieten eine Hüpfburg, der „Raumtrainer“ der Phänomenta, ein Glücksrad und anderes mehr.

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