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ÖPNV in Flensburg : Luft nach oben im regionalen Busnetz

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Gemeinsamer Verkehrsplan des nördlichen Landesteils steht kurz vor der Vollendung

shz.de von
erstellt am 08.Feb.2017 | 16:28 Uhr

Der Anteil des ÖPNV am Gesamtverkehr betrug in Flensburg 2010 nur zehn Prozent. Ziel ist es, diesen Anteil am „Modal Split“ zu verdoppeln – und dafür nimmt sich die Stadt Zeit bis 2050. Helfen soll der gemeinsame Nahverkehrsplan der Kreise Nordfriesland und Schleswig-Flensburg sowie der Stadt Flensburg, der im Mai fertig sein soll. Die Versorgung der Bevölkerung mit öffentlichen Verkehrsleistungen soll nicht mehr an der Stadtgrenze enden, die Busnetze diesseits und jenseits der kommunalen Grenzen miteinander verknüpft werden.

Dennoch standen im Umwelt- und Planungsausschuss gestern lokale Defizite im Vordergrund. Ein Vertreter des Berliner IGES-Instituts , das den Nahverkehrsplan erarbeitet, stellte sie vor: bessere Anbindung des östlichen und nordöstlichen Stadtbereichs – trotz Verlegung der Linie 10. Anbindung des Bereichs Hochfeld/Tarup: Hier schlägt der Experte vor, die Linie 1 nach Osten zu verlängern und sie am Ortsrand Tarups mit der Linie 13 zu verknüpfen.

Der Bahnhof kann aus Expertensicht noch besser an das Busnetz angebunden werden. Linien aus dem Norden der Stadt und Überlandbusse aus dem Osten könnten über den Zob hinaus zum Bahnhof verlängert werden. Für ortsfremde Bahnreisende sei unbedingt die Wegeleitung vom Bahnhofsvorplatz über die Serpentine hinaus zur Schleswiger Straße zu verbessern; im Sinne der Barrierefreiheit sei hier ein Fahrstuhl ein wichtiges Ziel.

Nach dem Vorbild Offenburgs könnte Flensburg Mobilstationen errichten: Hier können Fahrgäste vom Bus auf Car-Sharing und Bike-Sharing-Angebote zugreifen.

Deutlich wurde, dass nur eine kleine Minderheit im Planungsausschuss regelmäßig öffentliche Verkehrsmittel nutzt. So konnte Pelle Hansen (Grüne) den SSW-Ratsherrn Glenn Dierking darüber aufklären, dass man schon heute – wie von Dierking angeregt – mit einem Ticket von Flensburg bis zur Elbphilharmonie fahren könne. Hansen betonte, dass viele heute schon vorhandene Angebote immer noch weitgehend unbekannt seien.

Ziel ist nach wie vor ein durchgehendes Tarifsystem für das ganze Bundesland, gültig sowohl für Straße als auch für Schiene.

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