Kommentar : Luft nach oben

Zukunft am Zob: Das kommunale Unternehmen Aktiv-Bus will mehr Menschen bewegen, den Bus zu nehmen und sich damit für positive Stadtentwicklung stark machen. Foto: staudt
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Zukunft am Zob: Das kommunale Unternehmen Aktiv-Bus will mehr Menschen bewegen, den Bus zu nehmen und sich damit für positive Stadtentwicklung stark machen. Foto: staudt

Die neue Lage im Flensburger ÖPNV bringt auch Chancen.

shz.de von
19. September 2013, 07:50 Uhr

Die Sorgen der Afag-Mitarbeiter sind berechtigt und nachvollziehbar. Wenn Aktiv-Bus künftig 100 Prozent des ÖPNV in Flensburg abdeckt – wo bleibt dann die Afag, wo bleiben die Busfahrer der Afag? Diese Sorgen dürfen bei den bevorstehenden Verhandlungen nicht in den Hintergrund treten. Und das müssen sie auch nicht. Denn wenn der ÖPNV verbessert werden soll, braucht man im Zweifel eher mehr als weniger Busfahrer. Jetzt müssen Wege gefunden werden, wie die bewährte Partnerschaft unter Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen fortgesetzt werden kann. Vor allem jedoch muss die Chance genutzt werden, die sehr speziellen Flensburger Strukturen aufzubrechen, die sich aus den wie in Beton gegossenen Konzessionen ergibt. Die Kunden geben in einer Befragung dem Flensburger ÖPNV gute Noten – aber was ist mit all den Bürgern, die ihn gar nicht nutzen? Die längst übliche Beteiligung der Bürger an öffentlichen Entscheidungsprozessen muss auch im ÖPNV Alltag werden. Denn so viel ist klar: Luft nach oben gibt es allemal.

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