Natur und Freizeit in Flensburg : Lückenschluss für neuen Wanderweg

So kommt man locker über den Zaun: Die Mürwikerin Anja Heide möchte spätestens im Frühjahr die neuen Wege ausprobieren.
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So kommt man locker über den Zaun: Die Mürwikerin Anja Heide möchte spätestens im Frühjahr die neuen Wege ausprobieren.

Trittstufen im Gelände und mehrere Übersteige machen asphaltierte Umwege beim Grünen Hufeisen überflüssig

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26. Dezember 2014, 10:02 Uhr

Man wird sich erst an sie gewöhnen müssen. Stabile Holzstufen, mit deren Hilfe man einen Weidezaun überquert, sind jetzt an mehreren Stellen des neuen Wanderwegs „Grünes Hufeisen“ errichtet worden, um auf diese Weise der Ideallinie der Route näher zu kommen. Am 7. Mai wurde er zwar eingeweiht, aber nur in einer Minimalversion, mit vielen Umwegen auf asphaltierten Abschnitten.

Jetzt wird das Grüne Hufeisen, das auf eine Initiative des früheren WiF-Ratsherrn Elmar Westphal zurück geht, zwar kürzer, aber dafür erheblich grüner. Dies sind die Neuerungen:
> Fruerlundmühle. Vom Lautrupsbach kommend, geht es kurz hinter der Nordstraße rechts ein paar Stufen hinauf, danach folgt ein Übersteig. Ralf Leese (TBZ) vergleicht sie mit „kleinen Parkbänken“, die als „Tritthilfen“ dienen. Es geht über eine Wiese, auf der zu bestimmten Jahreszeiten Schafe laufen, an einem Regenrückhaltebecken vorbei zur Straße Alt-Fruerlundhof.
> Kiesweg Richtung Jordberg. Es geht an einem weiteren Übersteig auf Höhe des Spielplatzes rechts ab und einen Knick entlang bis Jordberg; damit wird der kurze Umweg über den Kreisel abgekürzt.
> Engelsbyer Weg. Auf Höhe der Katholischen Kirche Mürwik geht es rechts ab (Übersteig) auf eine Wiese, über die ein Trampelpfad hinunter ins Tal der Osbek führt. Nach einem weiteren Übersteig führt ein Pfad durch ein Unterholz bis zur Osterallee. Auf der Wiese orientiert man sich an Pfählen, die hier eingeschlagen wurden.

An den neuen Abzweigen fehlen noch überwiegend die grünen Schilder, die den Weg vom Ballastkai durch Lautrupsbach- und Osbektal hinunter nach Sonwik markieren. Das größte Hindernis liegt allerdings noch vor den Initiatoren und dem TBZ, das die Maßnahmen baulich umsetzt. Ziel ist eine dauerhafte Passage durch die Gartenkolonie Osbek, die im Sommer meistens geöffnet ist, im Winter jedoch nicht. Den Wanderern entgeht dann ein besonders schöner, vielen Flensburgern unbekannter Abschnitt mitten in Mürwik; sie müssen einen wenig attraktiven Umweg über die Osterallee und durch den Klosterholzweg in Kauf nehmen. Aus Angst vor Vandalismus haben sich die Kleingärtner bislang gesträubt, ihre Kolonie dauerhaft zu öffnen. Elmar Westphal hatte die Idee, den Wanderweg direkt am Ufer der Osbek entlang zu führen und ihn durch einen Zaun von den Kleingärten zu trennen.

Bis zur Einweihung im Mai musste er lange auf die Umsetzung seiner Ideen warten. Einen Schub nach vorn gab es, als sich der Verschönerungsverein der Sache annahm und sich nachhaltig für die Umsetzung einsetzte, auch finanziell. Er koordinierte gemeinsam mit Christian Hagge (Stadtplanung) die Arbeiten, an denen sich auch der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag finanziell beteiligte.

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