Hafen Flensburg : Lückenschluss an der Schiffbrücke

Nicht zu übersehen: Zweigiebelhaus an der Schiffbrücke neben „Hansen’s Brauerei“ an der Ecke zur Neuen Straße (l.).
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Nicht zu übersehen: Zweigiebelhaus an der Schiffbrücke neben „Hansen’s Brauerei“ an der Ecke zur Neuen Straße (l.).

Neuer Entwurf für das Doppel-Grundstück 17-19 / Eugen Block plant Bau eines Wohn- und Geschäftshauses

shz.de von
13. Mai 2018, 07:33 Uhr

Es ist eine der letzten Baulücken an der Schiffbrücke – eine hässliche Ecke direkt neben einer der beliebtesten Gaststätten der Stadt. Seit mittlerweile rund zehn Jahren zeugen hier ein Bauzaun und eine abgestützte Seitenwand des Nachbarhauses von städtebaulichem Stillstand. Doch jetzt bewegt sich etwas: Der Besitzer des Grundstücks, der bekannte Hamburger Gastronom Eugen Block („Block House“), will das Grundstück, das hinten an die Segelmacherstraße grenzt, mit einem zweiteiligen kombinierten Wohn- und Geschäftshaus bebauen. Das Projekt wird am kommenden Dienstag erstmals im Umwelt- und Planungsausschuss vorgestellt.

Auf gut zehn Jahre schätzt Denkmalpfleger Eiko Wenzel (Stadt Flensburg) die Dauer des Verfahrens. Mit einem ersten Entwurf der Hamburger Architekten APB habe es nachbarliche Probleme gegeben; daraufhin habe Block einen Rückzieher gemacht und das Projekt erst einmal ruhen lassen. 2013 gab es einen neuen Anlauf mit dem Architekten Ladehoff aus dem Raum Neumünster. Zunächst wurde ein Hotel geplant, daraus wurden jedoch später Wohnungen.

„Wir begrüßen sehr, dass die hässliche Baulücke endlich geschlossen werden soll“, sagt Pelle Hansen, Ratsherr der Grünen. „Wir begrüßen auch, dass eine umfangreiche Beteiligung der Öffentlichkeit angekündigt wird. Schließlich sind das Grundstück und die Postkartenansicht im höchsten Interesse der Öffentlichkeit.“ Hansen setzt auf den Gestaltungsbeirat bei der kritischen Beurteilung des Entwurfs mit seinen drei Vollgeschossen.

Doch daraus dürfte nichts werden. Der reformierte Gestaltungsbeirat trifft sich am 29. Mai zum ersten Mal in seiner neuen Form. In dieser Sitzung sollen dann die nicht stimmberechtigten Mitglieder mit Ortskenntnis bestimmt werden. Der Entwurf für das Grundstück Schiffbrücke 17-19 sei in der Vergangenheit bereits vom Beirat begutachtet worden, es habe da auch Empfehlungen an Architekten und Bauherrn gegeben, so Wenzel.

Er gehe davon aus, dass das laufende Jahr für das Bebauungsplanverfahren benötigt werde und erst im kommenden Jahr Baubeginn ist.

Für den hinteren Teil der Bebauung an der Segelmacherstraße sieht der Bauherr studentisches Wohnen vor; diese Nutzung wird von Hansen ausdrücklich begrüßt. Im Erdgeschoss sieht Block, dem auch das Nachbargrundstück mit „Hansen’s Brauerei“ gehört, eine gastronomische Nutzung vor.

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