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Flensburger Tageblatt

14. Dezember 2017 | 07:58 Uhr

Lob für den Intendanten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 09.Jan.2014 | 11:17 Uhr

„Hohe Anerkennung für den Intendanten des Landestheaters – ohne Herrn Grisebach hätten wir heute gar keinen Anlass zur Diskussion, weil das Landestheater bereits abgewickelt wäre.“ Das sagte Johannes Callsen, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, auf der „Nordkonferenz“ der CDU in Husum. Die Spitzen der CDU-Verbände nördlich des Kanals waren zusammengekommen, um über die Situation des Landestheaters zu beraten.

Lob für den Intendanten gab es für die Wende bei den Besucherzahlen. Er habe mit einem ansprechenden Programm und guter Vermarktung wichtige Akzente gesetzt, so die einmütige Meinung der Christdemokraten. „Wir sind uns sicher, dass der Generalintendant es auch schaffen wird, eine gute Lösung für die Spielstätte in Schleswig zu erreichen. Dabei muss aber klar sein, dass diese Lösung mit den zugesagten Mitteln von Land, Kreis und Stadt auskommen muss“, erklärte Ulrich Brüggemeier, Kreispräsident in Schleswig-Flensburg: „Eine Million Euro Kreiszuschuss sind bewilligt, die Stadt Schleswig wollte weitere fünf Millionen beisteuern. Das ist eine Basis, mit der weiter gerechnet werden kann.“

Einhellig unterstützt wurde die Entscheidung der Schleswiger CDU-Ratsfraktion, die Pläne für einen Theaterneubau abzulehnen. „Mit der Entscheidung haben sich die Schleswiger Kollegen nicht gegen das Theater, wohl aber gegen ein unwägbares finanzielles Risiko für den Haushalt der Stadt Schleswig entschieden. Das entspricht solider CDU-Politik, wie wir sie uns vorstellen“, sagte Flensburgs CDU-Vorsitzender Arne Rüstemeier. Mit den von der Schleswiger Stadtverwaltung gelieferten Vorlagen habe es nur eine Ablehnung geben können. Rüstemeier: „Wenn scheibchenweise Informationen vorgelegt werden, Fragestellungen wie der nach den Sanierungskosten der bisherigen Spielstätte am Lollfuß völlig unzureichend nachgegangen wird und über Vereinbarungen zu einer Nutzungsgebühr an der möglichen neuen Spielstätte Hesterberg viel zu spät informiert wird, bleibt den Entscheidern nur die Wahl, noch einmal alles auf Null zu stellen.“

Scharf fiel die Kritik an Ministerin Spoorendonk aus. Sie suggeriere, die Landesregierung schütte ihr Füllhorn aus. Astrid Damerow, Landtagsabgeordnete aus Nordfriesland, machte das an dem Beitrag zu den Steigerungen der Personalkosten deutlich: „Hier wird nichts anderes getan, als das Geld anderer auszugeben. Die Landesregierung muss selbst Mittel beisteuern.“

Geschlossen erinnerten die CDU-Vertreter die Ministerin an ihr Versprechen, zusätzliche Mittel für das Landestheater bereit zu stellen. „Wir können nicht erkennen, dass sich die Landesregierung der Bedeutung eines flächendeckenden Theaterangebots im Land bewusst ist“, resümierte Frank Markus Döring, Vorsitzender der Flensburger CDU-Ratsfraktion. Weder gebe es inhaltliche Aktivitäten des Landes zur Zukunftssicherung der Theater in Schleswig-Holstein noch eine Bereitschaft, in den bestehenden Strukturen zumindest die dringend notwendigen zusätzlichen Mittel bereit zu stellen. „Man gewinnt den Eindruck, dass sich die Ministerin zwar gern mit Worten zum Theater bekennt, dem aber keine Taten folgen.“





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