Erlös aus Adventskalender : Lions verteilen 42.000 Euro

Das Lions-Team (hinten) mit den glücklichen Empfängern der Spenden bei der Übergabe im Alten Meierhof.
Das Lions-Team (hinten) mit den glücklichen Empfängern der Spenden bei der Übergabe im Alten Meierhof.

Sechs soziale Einrichtungen profitieren in diesem Jahr vom Verkauf des Kalenders

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01. Februar 2018, 07:27 Uhr

Der Lions-Adventskalender ist und bleibt ein Phänomen: Es durften sich Ende letzten Jahres nicht nur zahlreiche Gewinner über Preise im Wert von 37 000 Euro freuen. Im 13. Jahr konnte der Flensburger Service Club zudem sechs Empfänger mit jeweils 7000 Euro bedenken. 2000 Euro gingen zudem an die Stadt Flensburg, Fachbereich Jugend und Soziales.

„Das ist eine enorme Steigerung gegenüber den Vorjahren, als jeweils 25 000 Euro an gemeinnützige Einrichtungen ausgeschüttet wurden“, betonte Jörg Christiansen vom Kalender-Team, verbunden mit einem Dank an Sponsoren wie auch Käufer, „die den Preisanstieg um einen Euro widerspruchslos geschluckt haben“. Ein weiteres Kontingent des Gesamterlöses von 78 000 Euro wird für die Ad-hoc-Hilfe über das Jahr verteilt Verwendung finden.

Über 7000 Euro aus den Händen von Lions-Präsident Dirk Altwasser dürfen sich freuen: Der Verein Haltestelle Sponte Nord, die sich der Betreuung und Verpflegung von bedürftigen Mitbürgern im Norden der Stadt verschrieben hat. Der Leiter Dieter Scholz zaubert jeden Sonnabend mit extrem wenig Geld ein Menü für alle, die teilnehmen wollen. Ausserdem werden vom Verein Mini-Basare veranstaltet.

Das Sozial-Forum Flensburg wird mit dem Geld auch in diesem Jahr wieder eine Adventsfeier mit kleinen Aktivitätsgutscheinen für Familien ausrichten. Angelika Lenz hob besonders die Einbindung der Kinder bei diesem Ereignis hervor. Aufgrund des größeren Betrages plant sie ein zusätzliches Sommerfest unter Mithilfe der Lions.

Der „Verein Schutzengel“ besteht seit 18 Jahren und widmet sich der Betreuung von Schwangeren und Familien mit Kindern bis zu 3 Jahren. Nach Angaben von Geschäftsführer Volker Syring benötigen etwa 15 Prozent der Familien frühe Hilfen. In diesem Jahr soll die Spende für eine Kinderbetreuung der Familienmitglieder eingesetzt werden, die in der psychiatrischen Institutsambulanz der Diako behandelt werden. Hierbei handelt es sich auch um Mütter mit Wochenbettdepressionen, die sich nicht ausreichend um ihre Kinder kümmern können.

Der „Förderverein der Stadtbibliothek“ nutzt die Spende für das Projekt zur Leseförderung der Grundschüler. Die Lesepaten werden geschult und erhalten Ausbildungsmaterial. Ausserdem werden regelmäßige Workshops veranstaltet. Hintergrund der Leseförderung ist die Erkenntnis, dass in den letzten Jahren die Lesefähigkeit der Viertklässler stetig gesunken ist. So besitzen etwa 20 Prozent dieser Kinder keine ausreichende Lesefähigkeit. 1000 Schüler werden im Großraum Flensburg an 26 Grundschulen zwei Stunden pro Woche von 90 Lesepaten betreut. Dies bedeutet auch eine enorme Unterstützung der Grundschullehrer, die das Konzept begleiten.

Auch die Jugendarbeit der „DLRG-Flensburg“ wird unterstützt. Das Geld dient zum Teil der Errichtung eines dringend benötigten neuen Vereinsheims in Fahrensodde (wir berichteten). Die Jugendlichen werden dort umfassend geschult. Neuerdings wurde auch eine 50plus-Gruppe gegründet, die die Integration der Älteren fördern soll.

Die Beratungstelle Wagemut von Pro Familia bietet Mädchen und Jungen Hilfestellung, die sexuelle Gewalt erlebt haben. Darüber hinaus wird großer Wert auf die Präventionsarbeit gelegt. So erfolgt eine Beratung von Pädagogen und Ärzten und es werden Vorträge in Schulen und Kindertagesstätten angeboten.

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